Sanierung des Markgrafenschlosses

Staatsminister Joachim Herrmann: „Arbeiten schnellstmöglich beginnen“

ERLANGEN (pm) - Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann setzt sich dafür ein, die notwendige Sanierung und den Umbau des Markgrafenschlosses der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen rasch in Angriff zu nehmen.


Bei einem Besuch im Schloss mit dem neuen FAU-Präsidenten Prof. Dr. Joachim Hornegger und Kanzlerin Dr. Sybille Reichert informierte sich Herrmann über Sanierungsbedarf und geplante Umbaumaßnahmen des denkmalgeschützten Gebäudes. Dabei versicherte der Minister, dass er sich bei den Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2017/2018 für die bevorzugte Finanzierung der Maßnahmen einsetzen werde. Derzeit läuft die Schadenskartierung für den Bauantrag, auf dessen Grundlage noch in diesem Jahr die Planungsfreigabe erwirkt werden soll. Herrmann begrüßte es, dass die Friedrich-Alexander-Universität für Arbeiten und Vorbereitungen zur Schadenserhebung die notwendigen Mittel in Höhe von 75.000 Euro aus ihrem begrenzten Jahresbudget zur Verfügung gestellt hat. „Wir können aller Voraussicht nach mit dem schon bis Herbst vorliegenden Ergebnis der Schadenskartierung einen Bauantrag einreichen. Die Planung sollte dann im Jahr 2016 über die Bühne gehen. Für die notwendige Finanzierung werde ich mich persönlich bei Finanzminister Dr. Markus Söder einsetzen. Unter der Voraussetzung, dass mit der Planung im kommenden Jahr begonnen werden kann, wären ein Baubeginn und eine entsprechende Finanzierung durch Bereitstellung der Mittel im Doppelhaushalt 2017/2018 schon im übernächsten Jahr möglich. Wir bitten deshalb auch das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, eine Möglichkeit zur Finanzierung der tiefergehenden Schadensuntersuchungen in Höhe von rund 100.000 Euro zu finden.“

Auch (Energie-)Kosten sollen gesenkt werden

Ein Schwerpunkt der Sanierung ist nach den Worten Herrmanns die Sanierung der Fassade. Die substanzgefährdenden Fassadenschäden umfassen im Wesentlichen Risse und Abplatzungen, Sockeldurchfeuchtung und lose Verankerungen der Steinfiguren sowie die massive Abnutzung der Fenster. Als Sicherheitsabsperrung sei deshalb auch ein Bauzaun aufgestellt. Darüber hinaus gibt es seitens der Universität Überlegungen, das Dach im Rahmen einer konstruktiven und energetischen Sanierung auszubauen, um zusätzlichen Raumbedarf zu decken und Energiekosten zu senken. Die Sanitäranlagen im Gebäude müssen aus hygienischen und wasserrechtlichen Gründen modernisiert werden, und der Senatssaal soll unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes an heutige Anforderungen angepasst werden.

Bereits bis Ende 2016 ist im Zuge des Sonderprogramms „Barrierefreiheit“ der Einbau eines Aufzugs, eines barrierefreien WCs und eines elektrischen Türöffners für die Haupteingangstüre vorgesehen. Joachim Herrmann: „Ich bin zuversichtlich, dass es uns in einem gemeinsamen Kraftakt gelingen wird, die dringend notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen rasch voranzubringen. Ich appelliere deshalb an alle Beteiligten wie auch an meine Ressortkollegen, ihren Beitrag dazu zu leisten, dieses großartige historische Erlanger Schmuckstück wieder in altem Glanz erscheinen zu lassen.“

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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