Louis Kissinger-Preis für eine ganz besondere Lehrerin

Kinder ihrer Theatergruppe gehörten zu den ersten Gratulanten von Ulrike Roscher.
  • Kinder ihrer Theatergruppe gehörten zu den ersten Gratulanten von Ulrike Roscher.
  • Foto: Stadt Fürth/ C. Wunder
  • hochgeladen von Redaktion MarktSpiegel

FÜRTH - (web) Diesjährige Preisträgerin des Louis-Kissinger-Preis ist Ulrike Roscher, Lehrerin an der Jakob-Wassermann-Schule.

Im Rahmen einer offiziellen Feierstunde am Helene-Lange-Gymnasium überreichte Bürgermeister Markus Braun der „außergewöhnlichen Lehrerpersönlichkeit“ den Preis, der an den Vater des in Fürth geborenen, früheren US-Außenministers Henry Kissinger erinnern soll. Unter den vielen Ehrengästen war auch Louis Kissingers Enkelin Dana.
Braun würdigte die Förderschulpädagogin Ulrike Roscher als eine Lehrerin mit Herzblut und hohem Engagement, die es vermag „ihre Schülerinnen und Schüler für schulische Bildungsinhalte zu begeistern und ihnen die zentralen Kulturtechniken nahe zu bringen.“
Stures einpauken ist Roscher fremd. Vielmehr kombiniere sie praktische Tätigkeiten mit systematischem Lernen und Reflexion von Erfahrung. Roscher führe ihre Schüler in neue Welten und spannt in ihrem Unterricht einen weiten Bogen, der vom jahreszeitlichen Basteln über Ausflüge, Lesewettbewerbe und Kochen bis zum Waschen mit dem historischen Waschbrett im eigenen Garten reiche, so Braun weiter.
Vor allem die Inszenierung von etlichen Theaterstücken, wie etwa die Aufführung von Ottfried Preußlers „Kleinen Wassermann“, schenkte den Schülerinnen und Schülern eine unschätzbare Erfahrung.
„Ulrike Roscher macht sich mit diesem Engagement besonders verdient um Kinder, die aufgrund ihrer schwierigen sozialen Lage oder aufgrund von schlechten Startbedingungen ins Leben einer besonderen Förderung bedürfen“, lobte Braun.
Bereits zum vierten Mal wurde der Preis verliehen - und das immer im Helene-Lange-Gymnasium. Im einstigen Mädchenlyzeum unterrichtete auch Louis Kissinger, der als engagierter, hingebungsvoller und überzeugter Lehrer in seinem Beruf aufging, wie ihn Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle bei einer früheren Preisverlehung würdigte. Allerdings erhielt er als Jude von den Nationalsozialisten ein Berufsverbot, 1938 emigrierte Louis Kissinger mit seiner Frau und den beiden Söhnen Henry und Walter in die USA, wo er 1982 verstarb.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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