Minister Herrmann fordert Bahn beim S-Bahnstreit zur Doppelplanung auf

Der von der Bahn favorisierte S-Bahn-Verschwenk geht mitten durchs Knob­lauchsland (rechte Trasse) - links sieht man die Bestandsstrecke.
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  • Der von der Bahn favorisierte S-Bahn-Verschwenk geht mitten durchs Knob­lauchsland (rechte Trasse) - links sieht man die Bestandsstrecke.
  • Foto: Stadtplanungsamt Fürth
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FÜRTH – (web) Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann macht der Deutschen Bahn hinsichtlich der neuen S-Bahn-Trasse Fürth-Erlangen Druck und legt ihr erneut nahe, bis zum Gerichtsentscheid im Oktober beide Streckenvarianten zu planen.

Im seit Jahren schwelenden Rechtsstreit zwischen der Bahn und der Stadt Fürth steht im Herbst die entscheidende Verhandlung zum Planfeststellungsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig an. Dort soll dann über die beiden Streckenvarianten entschieden werden.
Wie bereits berichtet, plant die Bahn auf der Strecke zwischen Fürth und Erlangen bei Steinach einen Schwenk mitten durch das Knoblauchsland bis nach Eltersdorf. Die Stadt Fürth hingegen plädiert für einen Streckenverlauf entlang der bisherigen Bestandstrasse. Sie führt nicht nur einen massiven, viel zu großen Flächenverbrauch als Argument an, sondern auch die wesentlich höheren Kosten der Bahnvariante. Der Konzern jedoch bestreitet dies.
Der Rechtsstreit legt somit das für die Metropolregion „sehr wichtige Projekt zur Leistungsverdichtung“ (Herrmann) seit rund drei Jahren lahm beziehungsweise verzögert es immens. Joachim Herrmann dringt deshalb auf die Doppelplanung, um möglichst ohne großen Zeitverlust nach dem Leipziger Urteil mit dem Weiterbau starten zu können. So könne man auch die bisherigen Verzögerungen „wieder kompensieren“, erklärte der Minister.
Die Linie S1 von Nürnberg über Fürth nach Erlangen und Forchheim hat das höchste Fahrgastaufkommen der S-Bahn. Mit der neuen Strecke will man endlich den gewünschten 20-Minuten-Takt ermöglichen.
Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung begrüßte Herrmanns Appell an die Bahn, wies aber nach einem Bericht in den Fürther Nachrichten darauf hin, dass dies schon länger vereinbart sei.

Der von der Bahn favorisierte S-Bahn-Verschwenk geht mitten durchs Knob­lauchsland (rechte Trasse) - links sieht man die Bestandsstrecke.
Aufgrund des Rechtsstreites ruhen seit Jahren die Arbeiten in Richtung Erlangen/Forchheim, lediglich bis zum Fürther Haltepunkt Unterfarrnbach wurden neue Gleise verlegt. Foto: Ebersberger

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