Fürth setzt auf Vorsorge
OB Jung legt moderates Sparpaket vor
- OB Thomas Jung für Haushaltsprävention: Fürth spart
vorsorglich . - Foto: Stadt Fürth
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (pm/ak) – Während viele Kommunen in Bayern mit Haushaltssperren oder nicht genehmigten Etats ringen, präsentiert sich Fürth finanziell stabil. Die Kleeblattstadt verfügt über einen genehmigten Haushalt, baut seit Jahren Schulden ab und verzeichnet aktuell gute Gewerbesteuereinnahmen – trotz hoher Investitionen in Schulen und Infrastruktur. Auch für den Haushalt 2027, der Anfang Dezember beraten wird, stehen die Zeichen günstig, wenngleich Rücklagen herangezogen werden müssen.
Dennoch will Oberbürgermeister Thomas Jung frühzeitig gegensteuern. Er hat die städtischen Referate gebeten, Einspar- und Verbesserungsvorschläge für die Jahre 2027 bis 2032 vorzulegen. Die Kämmerei hat diese geprüft, der Stadtrat entscheidet am 28. Oktober darüber. Aus den Maßnahmen ergibt sich eine Haushaltsverbesserung von insgesamt 33 Millionen Euro: 26 Millionen im Verwaltungshaushalt und sieben Millionen im Vermögenshaushalt. Pro Jahr entspricht das mehr als fünf Millionen Euro.
Jung begründet das Paket mit Generationengerechtigkeit und dem Ziel, die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Eine Haushaltssperre sei in den kommenden beiden Jahren nicht zu erwarten. Bis 2032 sollen zudem zentrale Großprojekte abgeschlossen sein – darunter die Sanierungen der Helene-Lange- und Heinrich-Schliemann-Gymnasien sowie die Arbeiten an Schwabacher-, Zirndorfer- und Hafenbrücke.
Auch die Krankenhausfinanzierung, so Jung, werde sich bis dahin wieder stabilisieren. Dann könne Fürth erneut Rücklagen bilden. Das Sparpaket sei moderat, aber wirksam und solle verhindern, dass die Stadt in eine ähnliche Schieflage gerate wie andere Kommunen im Freistaat.
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