Energieaustausch zwischen Landkreis Forchheim und den Landkreisen Bialystok und Hajnówka gestärkt.
Polnische Energieagentur zu Gast in Ebermannstadt

Die Delegation vor der E-Ladesäule.
  • Die Delegation vor der E-Ladesäule.
  • Foto: Landkreis Forchheim
  • hochgeladen von Roland Rosenbauer

EBERMANNSTADT (lra/rr) –Eine Delegation aus Ostpolen informierte sich in Ebermannstadt über die Entwicklung erneuerbarer Energien. Im Rahmen einer Studienreise, die durch das Bundesumweltministerium und das Programm „Europäische Klimaschutzinitiative“ (EUKI) gefördert wird, waren Sie zu Gast beim Klimaschutzmanagement des Landkreises und bei den Stadtwerken Ebermannstadt.

Energieberatung für Kommunen und Privatpersonen

Ziel des Projektes ist es, mit den polnischen Partnern in den zwei Landkreisen Bialystok und Hajnówka eine Energieberatungseinrichtung für Kommunen und Privatpersonen aufzubauen. Die Energievision Frankenwald organisiert im Rahmen des Projektes Seminare für die polnischen Projektmitarbeiter in Deutschland.

In der Fränkischen Schweiz informierten Sie sich über die Klimaschutz-Projekte der Stadtwerke Ebermannstadt und wie diese umgesetzt werden. Stefan Sablofski (Leiter Energiedienstleistungen und Vertrieb) gab einen interessanten Einblick in die Strukturen und Herausforderungen einer regionalen Energieversorgung, die neben der Erzeugung und dem Energievertrieb auch sehr viele weitere Dienstleistungen, wie Energieberatung, E-Mobilität, Telekommunikation und Trinkwasserversorgung umfasst. Konrad Dresel (Leiter Stromversorgung) und Jörg Prell (Stellvertretender Leiter Stromversorgung) präsentierten dann konkrete Projekte der Stadtwerke, so auch die öffentlichen Ladesäulen am Marktplatz und am Landratsamt.

Eigenstromnutzung durch Photovoltaik

Insbesondere die 1,3 Megawatt große Photovoltaikanlage in Eschlipp interessierte die polnischen Energieexperten. Gerne möchte man in den beiden Landkreisen solche Anlagen errichten und von den Erfahrungen der Kollegen aus Ebermannstadt lernen. Ähnlich wie in Deutschland, ist auch in Polen die Eigenstromnutzung eine wichtige Triebfeder, denn der eigene PV-Strom ist auch dort günstiger als Kohlestrom. Bilanziell deckt die Anlage in Eschlipp den Jahresstromverbrauch von gut 450 Haushalten.

Klimaschutzmanager Dominik Bigge berichtete von zahlreichen Beratungs- und Informationsangeboten für Bürger, wie der Energie- und Fördermittelberatung, der Energie- und Immobilienmesse sowie von Projekten in den Landkreiskommunen oder den Sanierungsvorhaben des Landkreises. Die polnischen Energietechniker möchten in ihren Heimatlandkreisen mehr regionale Waldhackschnitzel verwenden und die Abkehr von der Kohle einleiten.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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