Bayernweiter Vergleich im ADFC-Fahrradklima-Test
Stadt Stein schneidet auf Platz 7 gut ab

STADTRADELN in der Gruppe ist in der Stadt Stein sehr beliebt. | Foto: Stadt Stein
  • STADTRADELN in der Gruppe ist in der Stadt Stein sehr beliebt.
  • Foto: Stadt Stein
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

STADT STEIN (pm/ak) – Der ADFC-Fahrradklima-Test fragt alle zwei Jahre danach, wie zufrieden die Menschen vor Ort mit ihrer Situation als Radfahrer sind. Für die Befragung haben die Teilnehmenden im vergangenen Herbst Schulnoten von 1 bis 6 in Kategorien wie Fahrrad- und Verkehrsklima, Stellenwert des Radverkehrs, Sicherheit sowie Komfort beim Radfahren, Infrastruktur und Radverkehrsnetz vergeben.

Insgesamt wurden 1.114 Städte in sechs verschiedenen Größenklassen bewertet. Die Stadt Stein als fahrradfreundliche Kommune wurde natürlich ebenso abgefragt und hat gut abgeschnitten. Bei den Städten bis 20.000 Einwohner landet die Faberstadt im Landesvergleich auf Platz 7 und im bundesweiten Vergleich auf Platz 34 - von insgesamt fast 500 bewerteten Städten. Per Fragebogen haben zahlreiche Teilnehmende unter anderem beurteilt, ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind oder ob genug gegen das Parken auf Radwegen und Radfahrstreifen unternommen wird.
“Wir freuen uns sehr, dass sich die bisherigen Bemühungen der Stadt Stein so positiv bei den Radfahrerinnen und Radfahrern in und durch Stein ausgewirkt hat und wir uns im Vergleich zum Fahrradklimatest im Jahr 2020 noch weiter verbessert haben“, freute sich Steins Bürgermeister Kurt Krömer nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. Das gute Abschneiden beim Fahrradklimatest wird noch deutlicher im Vergleich zu den Städten und Gemeinden im Landkreis Fürth. Hier sticht die Stadt Stein mit dem besten Ergebnis besonders positiv heraus. “Als zertifizierte fahrradfreundliche Kommune in Bayern wollen wir natürlich unseren Beitrag dazu leisten, das Fahrradfahren noch attraktiver zu machen. Dies haben wir uns von Seiten des Stadtrates wie auch der Verwaltung auf die Fahne geschrieben. Das Ergebnis aus der Umfrage 2022 ist für uns Ansporn und Freude zugleich, noch mehr dafür zu tun“, so Krömer weiter. “Unsere Teilnahme am nationalen Stadtradeln aber auch die Bürger-Fahrradtouren werden wir weiter fortsetzen und natürlich das Radwegwegenetz weiter ausbauen, wo es möglich ist.“ Auch der Steiner Radverkehrsbeauftragte Wolfgang Schaffrien freut sich: “Wir sind auf dem richtigen Weg, die steigende Anzahl von Radlern gibt uns als Stadt Stein Recht, dass man durch konkrete Maßnahmen die Steiner Bürger auf den Fahrradsattel bringen kann. Wir werden daher auch in den nächsten Jahren unser Radverkehrskonzept weiter umsetzen.“
Einen Wehrmutstropfen allerdings gibt es. Bei der Frage „Bei uns kann man Fahrräder einfach und preiswert in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen“ gab es eine schlechte Bewertung. Hierzu muss gesagt werden, das dies nicht in der Zuständigkeit der Stadt Stein, sondern der des Landkreises liegt. Daher wird sich Kurt Krömer mit Landrat Matthias Dießl besprechen, um diesbezüglich eine Verbesserung zu erzielen.
Betrachtet man die Details, zeigt der Klimatest, in welchen Bereichen die Stadt Stein sich besonders verbessert hat. Der Winterdienst auf Radwegen beispielsweise wurde jetzt besonders gut bewertet. Bereits seit dem Jahr 2018 können nicht nur Autofahrer frühmorgens rutschfrei fahren, sondern auch alle Radler. Die wichtigsten innerstädtischen sowie Ortsverbindungsrouten für das Fahrrad wurden in den Winterdienstplan aufgenommen. Bei Glätte und Schnee wird also ab vier Uhr morgens geräumt. Eine schnee- und eisfreie Fahrt für ganzjährige Radbegeisterte gibt es dann z.B. auf den Hauptrouten zu den Steiner Schulen oder auf den Radwegen entlang der B14.
Ein wichtiger Punkt und gute Bewertungen gab es auch bei der Abfrage zum Thema „Sicherheit beim Radfahren“. Hier wurde unter anderem das allgemeine Sicherheitsgefühl, Hindernisse auf den Radwegen oder auch das Fahren im Mischverkehr mit Autos bewertet. Auch haben die Fahrradfahrenden im Vergleich zum letzten Test weniger Sorge vor Fahrraddiebstählen. Es gibt schon jetzt viele Möglichkeiten, sein Rad
sicher abzusperren, die Stadt Stein wird das Angebot an Abschließmöglichkeiten aber weiterhin zeitnah vergrößern. Kurz zusammengefasst: Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich auf und mit dem Rad in Stein sicher.
Durchweg besser bewertet (im Vergleich zum vorangegangenen Test) wurde Stein im Bereich “Infrastruktur & Radverkehrsnetz“. Dies betrifft die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, das zügige Radfahren und die geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Hervorzuheben sind in diesem Bereich die neu aufgestellten
Wegweisungen für Fahrradfahrer, die besonders gut beurteilt werden.
Natürlich prüft die Stadt Stein ständig, wo man sich noch verbessern kann. So gibt es Planungen und bald auch Umsetzungen für den Bereich Mühlstraße (Eichenweg), sowie für die Schiller- und Raiffeisenstraße. Geplant sind unter anderem Kreuzungshilfen und Markierungen.
Das den Bürgern und Bürgerinnen Fahrradfreundlichkeit wichtig ist, beweist der Teilnehmerrekord. Bei der 10. Ausgabe des ADFC-Fahrradklima-Tests haben rund 245.000 Radfahrende teilgenommen. Das sind 15.000 mehr als 2020 – und so viele wie nie zuvor.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

Webseite von Arthur Kreklau
Arthur Kreklau auf Facebook
Arthur Kreklau auf Instagram
Arthur Kreklau auf X (vormals Twitter)
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

24 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.