Herzseminar im Landratsamt
Verengte Herzgefäße im Fokus der Herzwochen
- Die Gelegenheit zum Blutdruckmessen nutzte Landrat Bernd Obst. Im Bild: (v.l.n.r.) Martina Eckmüller, GesundheitsregionPlus Landkreis Fürth, Landrat Bernd Obst, Dr. med. Andreas Hermann, Gemeinschaftspraxis in Zirndorf, Prof. Dr. med. Harald Rittger, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum Fürth sowie Dieter Schneider, Ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung.
- Foto: Landratsamt Fürth
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ZIRNDORF (pm/ak) – Das Foyer des Landratsamts Fürth war bis auf den letzten Platz gefüllt, als zahlreiche Gäste im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung zusammenkamen. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das viele Menschen betrifft und dessen Folgen oft unterschätzt werden: verengte Herzkranzgefäße. Gastgeber war der Landkreis Fürth, Schirmherr Landrat Bernd Obst. Die jährliche Veranstaltung erfreut sich seit Jahren großer Resonanz.
Bereits zu Beginn machte Landrat Obst deutlich, warum das Thema auf so großes Interesse stößt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weiterhin zu den häufigsten Ursachen schwerer gesundheitlicher Einschnitte. Aufklärung und Prävention seien deshalb ein zentrales Anliegen für den Landkreis, betonte er. Die Herzwochen der Deutschen Herzstiftung böten eine wichtige Möglichkeit, aktuelle Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Prof. Dr. med. Harald Rittger, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum Fürth, führte die Zuhörer in die Entstehung verengter Herzgefäße ein. Er erläuterte, wie sich Ablagerungen aus Fetten, Kalk und entzündlichen Bestandteilen in den Gefäßwänden bilden und den Blutfluss nach und nach einschränken. „Die koronare Herzkrankheit ist tückisch, weil sie sich lange Zeit kaum bemerkbar macht“, erklärte Rittger. Erst Symptome wie Druck auf der Brust, Atemnot oder ein Engegefühl ließen Betroffene aufhorchen.
Ein Schwerpunkt des Abends lag auf der Frage, wie Warnsignale richtig gedeutet werden. Dr. med. Andreas Hermann aus der Gemeinschaftspraxis in Zirndorf betonte die Bedeutung früher Diagnostik. Viele Patienten suchten erst dann Hilfe, wenn die Beschwerden massiv würden. Dabei könnten bereits ein Belastungs-EKG, ein Herzultraschall oder moderne CT-Verfahren Engstellen sichtbar machen. Je früher die Untersuchung erfolge, desto größer seien die Chancen, einen Herzinfarkt zu verhindern.
Auch die Möglichkeiten der Behandlung wurden thematisiert. Neben einer konsequenten Änderung des Lebensstils – nicht rauchen, Bewegung, stressreduzierter Alltag – stehen moderne medikamentöse Therapien und Katheterbehandlungen zur Verfügung. „Mit Stents lassen sich verengte Gefäße heute in vielen Fällen rasch und schonend wieder eröffnen“, so Rittger. Dennoch bleibe Prävention der Schlüssel: „Kein Eingriff ersetzt die Verantwortung für die eigene Gesundheit.“
Landrat Obst hob zum Abschluss hervor, wie wertvoll Veranstaltungen dieser Art seien. Wenn medizinische Expertise und Alltagserfahrungen zusammenkämen, könnten Menschen Mut schöpfen, sich frühzeitig untersuchen zu lassen. Vor Ort informierte zudem ein Stand der Deutschen Herzstiftung, während das Gesundheitsamt die Gelegenheit zum kostenlosen Blutdruckmessen bot.
So wurde das Herzseminar im Landratsamt einmal mehr zu einem Ort der Aufklärung und Begegnung – mit klarer Botschaft: Prävention und rechtzeitige Vorsorge sind entscheidend, um Herzkrankheiten wirksam zu begegnen.
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