Landkreis nimmt an Pilotprojekt teil
Elektronische Warntafeln gegen Wildunfälle

Landrat Matthias Dießl (2.v.l.) hofft, dass mit dem neuen Warnsystem die Zahl der Wildunfälle im Landkreis deutlich verringert werden können.
  • Landrat Matthias Dießl (2.v.l.) hofft, dass mit dem neuen Warnsystem die Zahl der Wildunfälle im Landkreis deutlich verringert werden können.
  • Foto: Roland Beck
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LANDKREIS FÜRTH (pm/ak) - Die Zahl der Wildunfälle ist im Landkreis Fürth - wie auch in ganz Deutschland - nach wie vor sehr hoch. Um Autofahrer vor möglichem Wildwechsel zu warnen, wird im Landkreis Fürth im Rahmen eines Pilotprojekts ein elektronisches Warnsystem erprobt. Das Projekt wird auf Initiative der Jägerschaft Fürth Stadt und Land in Abstimmung mit dem Landratsamt Fürth durchgeführt.

„Wir erhoffen uns durch das Warnsystem eine Reduzierung der Wildunfälle, indem die Autofahrer entsprechend sensibilisiert werden und stehen dem Pilotprojekt daher sehr offen gegenüber”, sagte Landrat Matthias Dießl bei der Vorstellung des Systems an der Strecke zwischen Weinzierlein und Roßtal. „Die klassischen Wildwarn-Verkehrszeichen werden oft gar nicht mehr wahrgenommen.”

Wie Erich Reichert, Vorsitzender der Jägerschaft Fürth Stadt und Land, berichtete, sind zwischen 20 und 30 Prozent des als erlegt gemeldeten Wildes, Opfer des Straßenverkehrs. Der durch Wildunfälle entstehende Personen- und Sachschaden sei zudem erheblich.

Sehr viele verunfallte Tiere werden Reichert zufolge nur verletzt und häufig nicht aufgefunden. Das könne zu erheblichen Qualen führen, oft über Tage und Wochen, bis das Tier verende oder die Verletzungen ausheilten.

„Um der Situation entgegenzuwirken, ist die Idee der Jägerschaft zu dieser neuen Art der Beschilderung besonders auf unfallträchtigen Strecken entstanden”, betonte Erich Reichert. „Im Vorfeld wurden die Unfallschwerpunkte mit Wildbeteiligung seitens des Landratsamtes und der Jägerschaft gemeinsam analysiert“, ergänzt Landrat Matthias Dießl. Grundlage hierfür waren die polizeilichen Unfallzahlen.

Bei dem elektronischen Warnsystem handelt es sich um Anzeigetafeln ähnlich den Geschwindigkeits-Messanlagen, die oft innerorts zu finden sind und - je nach festgestellter Geschwindigkeit - ein trauriges oder freundliches Smiley anzeigen. Anstatt des Smileys wird bei dem neuen elektronischen Warnsystem bei zu hoher Geschwindigkeit auf die Gefahr wechselnden Wildes hingewiesen.Für das Projekt arbeiten die Jägerschaft, das Landratsamt Fürth und das Staatliche Straßenbauamt zusammen. Eine statistische Auswertung unter Einbeziehung der Polizei ist geplant.

Die beiden Anlagen wurden durch die Jägerschaft für rund 4.000 Euro angeschafft.

„Wir sind wirklich sehr gespannt, ob die Zahl der Wildunfälle durch das Warnsystem verringert werden kann”, sagte der Landrat, der an alle Autofahrer appellierte gerade jetzt wieder besonders vorsichtig außerorts in der Nähe von Wäldern und Wiesen zu fahren. Denn nun sei wieder die Jahreszeit, in der es zu viel Wildwechseln komme.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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