Melanie Huml mahnt zur Wachsamkeit
Gefährliche Pflanze bedroht den Landkreis Roth

Nur mit Handschuhen anfassen: So unscheinbar ist aussieht, so gefährlich ist sie: Melanie Huml mit einem Ambrosie-Büschel.
  • Nur mit Handschuhen anfassen: So unscheinbar ist aussieht, so gefährlich ist sie: Melanie Huml mit einem Ambrosie-Büschel.
  • Foto: StMGP
  • hochgeladen von Victor Schlampp

LANDKREIS ROTH (pm/vs) - Weil sie schwere allergische Reaktionen auslösen kann, appelliert Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml, jeden Kontakt mit der nordamerikanischen Beifuß-Ambrosie zu vermeiden. Leider breitet sich die Pflanze in Bayern immer mehr aus, vor allem der Lankreis Roth ist davon betroffen.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnte bei der Besichtigung eines Ambrosia-Bestandes in der Nähe von Georgensmünd nachdrücklich vor dem gesundheitsgefährdenden Unkraut: "Die Pollen der nordamerikanischen Beifuß-Ambrosie, die kurz vor der Blüte steht, können bei Menschen heftige allergische Reaktionen auslösen. Deshalb ist es unser Ziel, die Ausbreitung der Pflanze in Bayern so weit wie möglich zu stoppen."
Aktuell sind in Bayern 509 größere Ambrosia-Bestände dokumentiert. Huml erläuterte: "Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen. Bei den Untersuchungen im Jahr 2019 wurden 45 neue große Ambrosia-Bestände gefunden, so dass die Gesamtzahl der erkannten großen Bestände auf 509 anstieg." Der Landkreis Roth ist der mit am stärksten betroffene Landkreis in Bayern. Insgesamt 34 große Bestände mit jeweils mehr als 100 Pflanzen wurden seit 2007 dort entdeckt.
Mit dem Bayerischen Aktionsprogramm "Ambrosiabekämpfung" begann 2007 im Freistaat eine systematische Erfassung mit wissenschaftlicher Begleitung. Dieses Programm setzt auf die Information der Bürger und die Bekämpfung der Ambrosia auf freiwilliger Basis.
Huml unterstrich: "Jährlich investiert der Freistaat mittlerweile 90.000 Euro in das Ambrosiamonitoring. Auf freiwilliger Basis ist es zwar gelungen, die unkontrollierte Ausbreitung der Allergiepflanze zu verlangsamen. Aber wie unser begleitendes Monitoring zeigt, steigen die Zahlen immer noch an. Deshalb arbeiten wir an einer weiterführenden Strategie."
Die Ministerin würdigte in diesem Zusammenhang das über 14-jährige Engagement von Renate Haberacker, Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Roth: "Ihrem jahrelangen vorbildlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Ambrosia-Ausbreitung im Landkreis Roth massiv eingedämmt werden konnte. Denn dieser Landkreis ist einer der am stärksten von Ambrosia betroffenen Regionen in ganz Bayern. Umso mehr bedauere ich es, dass Renate Haberacker, die zu den aktivsten Ambrosia-Bekämpfern im Freistaat zählt, in diesem Jahr in Rente geht. Ihrem Engagement gebührt Dank und Anerkennung!"
Huml, die ausgebildete Ärztin ist, betonte: "Die Pollen der Ambrosia können schon in kleinen Mengen heftige Gesundheitseffekte beim Menschen auslösen. Dazu zählen allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Bindehautreizungen und allergisches Asthma. Die Ambrosiapollen haben ein fünf Mal höheres Allergiepotenzial als Gräserpollen." Etwa 80 Prozent aller Pollenallergiker reagieren Experten zufolge auch auf Ambrosia, von denen circa die Hälfte anschließend dauerhaft allergisch dagegen sind.
Die ursprünglich in den USA beheimatete Pflanze Beifuß-Ambrosie breitet sich seit den 1990er Jahren auch in Bayern aus. Eine Ambrosia-Pflanze kann zwischen 3.000 und 60.000 Samen in ihrem einjährigen Lebenszyklus abwerfen. Außerdem kann sie bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft entlassen. Zur Hauptblüte kommt Ambrosia erst spät im Jahr – je nach Wetterlage zwischen August und September.
Weitere Informationen finden sich im Internet unter: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/umwelteinwirkungen/ambrosia-bekaempfung/

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

Webseite von Victor Schlampp
Victor Schlampp auf Facebook
Victor Schlampp auf Instagram
Victor Schlampp auf Twitter
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

8 folgen diesem Profil
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen