Bombe in der Regensburger Straße wurde entschärft

Bilanz: 51 Krankentransporte - Rettungsdienste brachten nicht mobile Anwohner wieder nach Hause - Gasssperrung aufgehoben

NÜRNBERG (pm/nf) - Sprengmeister Michael Weiß und sein Kollege Dietmar Penkowa haben 20 Minuten für die Entschärfung der US-amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg benötigt. Unmittelbar danach konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der von der Evakuierung betroffenen Anwesen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nachdem die 250 Kilogramm schwere und mit rund 120 Kilogramm Sprengstoff bestückte Bombe entschärft und verladen wurde, wurden die Verkehrsbeschränkungen sukzessive zurückgenommen und die Straßensperrungen aufgehoben. Die Regional- und S-Bahnen fahren wieder, die Unterbrechung der Fernverbindung Nürnberg-München ist aufgehoben. Die betroffenen VAG-Bus- und Straßenbahnlinien bedienen wieder alle Haltestellen. Wieder in Betrieb genommen wurden auch die abgeschalteten Gasleitungen. Die Betreuungsstelle, in der sich rund 120 Personen aufhalten, wird aufgelöst, nicht mobile Menschen werden von den Rettungsdiensten nach Hause gebracht.

Der Leiter der städtischen Koordinierungsgruppe, Bürgermeister Christan Vogel, dankt allen Beteiligten und betont: „Die verschiedenen Kräfte haben bestens zusammengearbeitet. Die Vorbereitungen liefen planmäßig und waren exzellent koordiniert. Die sozialen Netzwerke erleichtern dabei die Kommunikation ungemein. Ich danke allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz – dem Sprengmeister und seinem Mitarbeiter, der Einsatzleitung und allen Einsatzkräften. Sie haben wieder einen hervorragenden Job gemacht.“

Die Örtliche Einsatzleitung wird nun allmählich ihre Einsatzkräfte abbauen. 314 Kräfte der Polizei, des THW, der Feuerwehr, der Rettungsdienste und andere waren an dem Einsatz zur Entschärfung der Fliegerbombe beteiligt. Es gab 51 Krankentransporte. Acht Häuser wurden sicherheitshalber von der Gasversorgung abgeschnitten.

Die Kosten für Polizeieinsatz, Berufsfeuerwehr und hauptamtlichen Rettungsdienst übernehmen die jeweiligen Organisationen selbst. Bei den ehrenamtlichen Helfern erstattet die Stadt Nürnberg tatsächlich entstandene Kosten, wenn etwa deren Arbeitgeber Verdienstausfall geltend machen. Außerdem trägt die Stadt die Kosten für die Personenbetreuung in den Sammelstellen sowie Sprit- und Materialkosten von THW und anderen Hilfs- und Rettungsdiensten. Die Kosten für Entschärfung und Räumung von Sprengmitteln übernimmt der Freistaat Bayern.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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