76. Jahrestag des Kriegsendes
Cube 600 eröffnet mit Ausstellung über Ewgenij Chaldej

Dichter Ewgenij Dolmatowskij mit einer Trophäe in Form eines Hitlerskulpturkopfes, Berlin, 2. Mai 1945.
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  • Dichter Ewgenij Dolmatowskij mit einer Trophäe in Form eines Hitlerskulpturkopfes, Berlin, 2. Mai 1945.
  • Foto: Ewgenij Chaldej, Rechteinhaber: Anna Y. Chaldej, Moskau
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG (pm/nf) - Mit der Schau „Krieg und Frieden – Fotografien von Ewgenij Chaldej“ zeigt das Memorium Nürnberger Prozesse vom 23. April bis 20. Juni 2021 seine erste Wechselausstellung. Zu sehen sind Aufnahmen des sowjetischen Fotografen Ewgenij Chaldej von den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs und dem Nürnberger „Hauptkriegsverbrecherprozess“ – sofern die Coronabeschränkungen den Einlass von Publikum erlauben.

Die Präsentation eröffnet den Cube 600 in der Fürther Straße 104, mit dem das Haus erstmals eine eigene Wechselausstellungsfläche erhält. Möglich wurde dies durch den Umbau einer ehemaligen Werkstatt gegenüber dem Memorium Nürnberger Prozesse. Eröffnet wird die erste Schau im Cube 600 am Donnerstag, 22. April 2021, um 19 Uhr mit einer digitalen Veranstaltung. Ewgenij Chaldej (1917-1997) zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Bilder bezeugen das verheerende Ausmaß des Zweiten Weltkriegs sowie die Bemühungen um Aufarbeitung und Neubeginn in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Der Cube 600 befindet sich gegenüber dem Memorium auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt. In den letzten Monaten hat die Stadt Nürnberg das Gebäude angelehnt an das Konzept eines ,,White Cube" (Weißer Würfel) instandgesetzt. Mit dem Cube 600 erhält das Memorium zum ersten Mal Raum für Wechsel- und Wanderausstellungen, in dem auch besondere Projekte oder Veranstaltungen realisiert werden können.
  • Der Cube 600 befindet sich gegenüber dem Memorium auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt. In den letzten Monaten hat die Stadt Nürnberg das Gebäude angelehnt an das Konzept eines ,,White Cube" (Weißer Würfel) instandgesetzt. Mit dem Cube 600 erhält das Memorium zum ersten Mal Raum für Wechsel- und Wanderausstellungen, in dem auch besondere Projekte oder Veranstaltungen realisiert werden können.
  • Foto: Memorium Nürnberger Prozesse
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Als Kriegsfotograf der Roten Armee dokumentierte Chaldej verschiedene Schauplätze des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion, den Vormarsch der Roten Armee und die Einnahme von Städten wie Budapest und Wien. Weltbekannt machte ihn seine Aufnahme vom Hissen der sowjetischen Flagge auf dem Berliner Reichstag 1945. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt er den Auftrag, nach Nürnberg zu reisen und die Stadt sowie den „Hauptkriegsverbrecherprozess“ zu fotografieren.

Die Stadt Nürnberg erinnert mit 30 Aufnahmen Chaldejs an den 76. Jahrestag des Kriegsendes. Sechs Farbfotografien des sowjetischen Fotografen Nikolai Petrow aus dem Russischen Staatsarchiv für Film- und Fotoaufnahmen, Krasnogorsk, ergänzen die Ausstellung und verdeutlichen die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs in der von Luftangriffen zerstörten Stadt Nürnberg. Alle Texte und Beschriftungen sind auf Deutsch, Englisch und Russisch verfügbar.

Sofern die Bestimmungen während der Corona-Pandemie es erlauben, ist die Ausstellung geöffnet Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Dienstags ist geschlossen. Aktuelle Infos zur Öffnung der Museen gibt es jederzeit online unter museen.nuernberg.de. Der Eintritt ist frei, Wechselausstellungen können unabhängig von der kostenpflichtigen Dauerausstellung des Memoriums besucht werden.

Die Ausstellung entstand in Kooperation zwischen der Stadt Nürnberg und der Russischen Föderation und wurde vom Memorium Nürnberger Prozesse kuratiert. Die Fotografien sind Leihgaben der Tochter des Fotografen, Anna Y. Chaldej. Unterstützt wurde die Ausstellung von LOYS, Attorneys at law, und gefördert von Denis Puchkov.

Digitale Eröffnungsveranstaltung

Die Wechselausstellung eröffnet am Donnerstag, 22. April 2021, um19 Uhr mit einer digitalen Veranstaltung via Zoom. Grußbotschaften senden Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und Sergej J. Netschajew, russischer Botschafter in Deutschland. Der neue Leiter des Memoriums, Dr. Imanuel Baumann, eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort. In einem digitalen Kuratorenvortrag spricht anschließend Steffen Liebscher, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Memoriums Nürnberger Prozesse, über Ausstellung und Konzeption und zeigt ausgewählte Werke.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird digital über den Besprechungsdienst Zoom übertragen. Zur Teilnahme ist eine E-Mail an memorium@stadt.nuernberg.de erforderlich, damit ein Link zur Veranstaltung zugeschickt werden kann. Eine Registrierung bei Zoom oder das Herunterladen der App sind nicht nötig.

Dichter Ewgenij Dolmatowskij mit einer Trophäe in Form eines Hitlerskulpturkopfes, Berlin, 2. Mai 1945.
Der Cube 600 befindet sich gegenüber dem Memorium auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt. In den letzten Monaten hat die Stadt Nürnberg das Gebäude angelehnt an das Konzept eines ,,White Cube" (Weißer Würfel) instandgesetzt. Mit dem Cube 600 erhält das Memorium zum ersten Mal Raum für Wechsel- und Wanderausstellungen, in dem auch besondere Projekte oder Veranstaltungen realisiert werden können.
Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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