Flächen entsiegeln
Es blüht am Oberen Bergauerplatz
- Die Projektbeteiligen freuen sich über die Aufwertung des Oberen Bergauerplatzes: Die Graffiti-Künstler Philipp und Nina, Oberbürgermeister Marcus König sowie die Vorstände des Vereins Grünclusiv e. V. (v.l.).
- Foto: Julia Rauh / Stadt Nürnberg
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG (pm/nf) – Der Verein Grünclusiv hat aus eigener Initiative einen Teil des Bergauerplatzes entsiegelt und aufgewertet.
Oberbürgermeister Marcus König freut sich über die Initiative: „Das ist ein kleines, feines Projekt: Es wurde die Fläche eines Zimmers entsiegelt. Groß ist das freiwillige Engagement dahinter. Es kann nicht immer die Landesgartenschau sein. Aber so – im Großen und im Kleinen – führen wir gemeinsam Nürnberg in eine klimaresiliente Zukunft und schaffen Orte mit Qualität und Raum für Insekten.“
Die zwei Nürnberger Graffiti-Künstler Soma und Thor gestalteten zudem die Mauer auf der Zwischenebene. Zu sehen sind neben den Künstlernamen Berge für den Bergauerplatz und eine Wespe, die der benachbarten Straße „Am Wespennest“ entflogen ist.
Der Bergauerplatz wurde mit einer vielfältigen, insektenfreundlichen, standortgerechten Staudenfläche aus Salbei, Oregano, Lein, Akeleien und vielem mehr bepflanzt. Zum Naschen gibt es sogar ein paar Erdbeerpflanzen. Die kleinen Pflasterflächen wurden aus recyceltem Material hergestellt. Zusätzlich ist die Pflanzfläche mit einer Schüttung aus Lava abgedeckt, die die Erde vor schnellem Austrocknen schützt. So entstand mitten in der Altstadt ein versteckter, bunter Ruheort mit einer klima- und insektenfreundlichen Fläche. „Grüne Inseln in der Stadt sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit – für Mensch, Tier und Klima gleichermaßen”, erklärt Fabian Dausch, Vorsitzender von Grünclusiv, die Motivation.
Die entsiegelte Fläche trägt außerdem zur Bilanz von Nürnberg beim Wettbewerb „abpflastern“ bei. Bei dem deutschlandweiten Wettbewerb werden in Städten und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Flächen entsiegelt.
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