Besser als virtuelle Bilder
Nürnberg im Modell: Historischer Bestand und Stadtentwicklung

Altstadtmodell der Stadt Nürnberg. | Foto: Stadt Nürnberg / Stadtplanungsamt
  • Altstadtmodell der Stadt Nürnberg.
  • Foto: Stadt Nürnberg / Stadtplanungsamt
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NÜRNBERG (pm/nf) – Das Stadtplanungsamt zeigt von Donnerstag, 6. August, bis Dienstag, 15. September 2026, das Altstadtmodell im Offenen Büro in der Lorenzer Straße 30. Die Ausstellung kann Montag, Dienstag und Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

„Das Altstadtmodell macht Stadtentwicklung anschaulich und nachvollziehbar. Es zeigt, wie wir den historischen Bestand bewahren und zugleich die Zukunft Nürnbergs gestalten. Ich lade alle Interessierten ein, sich selbst ein Bild von den räumlichen Zusammenhängen unserer Stadt zu machen“, so Nürnbergs Bürgermeister für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung Dr. Nasser Ahmed.

Das Modell zeigt die Altstadt mit den angrenzenden Bereichen im Maßstab 1:500. Es dient vor allem als Planungs- und Entscheidungsgrundlage für städtebauliche Projekte und wird regelmäßig aktualisiert. Das Modell besteht aus zwölf Platten à einem Quadratmeter und ist in Kunststoff, Gips und Holz ausgeführt. Die Gebäude sind in neutralem Weiß gehalten und zeigen die räumliche Situation. Gerade im hohen Abstraktionsgrad liegt die Stärke des Stadtmodells. Das reale Modell ist aus Sicht der Stadtplanung in vielerlei Hinsicht virtuellen Bildern überlegen, indem es auf stark idealisierte Schaubilder verzichtet. Zudem lassen sich räumliche Zusammenhänge erst durch das Modell richtig einschätzen. Insbesondere bezogen auf Kriterien wie Gebäudehöhen, Sichtachsen, Raumwirkung, städtebauliche Akzente oder das Einwirken auf den öffentlichen Raum kann das Modell die jeweilige räumliche Situation klarer vermitteln. Es fordert vom Betrachtenden ein gewisses Maß an Vorstellungskraft, lässt aber dafür genügend Spielraum, um Möglichkeiten und Chancen im Stadtraum zu erkennen.

Das Altstadtmodell ist der Prüfstand für städtebauliche Entwürfe. Wichtige Projekte werden bereits im Planungsstadium im Modell auf ihre städtebauliche Qualität und Wirkung auf ihre Umgebung geprüft. Dem Baukunstbeirat der Stadt Nürnberg dient das Modell bei Beratungen mit entsprechenden Einsatzmodellen als Mittel zur Beurteilung. Gerade in jüngster Zeit wird wieder besonderer Wert auf das Arbeiten mit Modellen gelegt, sowohl seitens der Investoren und Entwickler als auch von Städten und Kommunen. Das Modell wird nie fertig sein – es entwickelt sich wie die Stadt kontinuierlich weiter und manchmal eilt es seinem realen Vorbild auch voraus. Betrachtende können sich ihr eigenes Bild machen, wie sich die Stadt verändert und weiterentwickelt: Nahe an das Modell herangehen, aus der Vogelperspektive darüber fliegen oder durch eine Straßenflucht blicken.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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