Mit Wallenstein und Eppelein um Altdorf
Wanderung im Schwarzachtal

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In diesen wunderschönen Frühlingstagen bieten sich der Wallenstein Rundweg mit 8,1 km, den man gut in zweieinhalb Stunden gehen kann und der einen Auf- und Abstieg von 93 Höhenmetern hat mit einer Ergänzung durch einen Teil des Wanderwegs "Auf den Spuren Eppeleins" für Wandernde, die gerne länger gehen, an.

Vom historischen Altdorfer Marktplatz lenke ich meine Schritte durch das Obere Tor hinaus aus dem Marktstädtchen und folge dem Wallenstein-Wanderweg, der durch das Portrait des Feldherrn gekennzeichnet ist. Der historische Bezug zum Feldherrn des Dreißigjährigen Krieges ist seine wilde Studentenzeit in der Universität "Altdorfina". In Altdorf werden auch die Wallenstein-Festspiele gefeiert und der ganze Ort verwandelt sich dann in ein mittelalterliches Heerlager mit gewandeten Personen.

Gleich zu Beginn des Weges trete ich in die idyllische Löwengrube ein. Sie diente im 16. Jahrhundert als Steinbruch und lieferte den Sandstein für den Bau der Universität. Im Jahr 1686 entdeckte der Hofmeister des Barons von Löwenstein das zugewachsene Areal und die Höhle wurde mit einem Felsenkeller und einer Galerie, die als Kegelbahn genutzt wurde, zu einem Ort für die Studentenfeste.

Danach öffnet sich der Blick ins Schwarzachtal. Ich gehe an der Prethalmühle, einer ehemaligen Mehl- und Schneidermühle, die 1360 urkundlich erwähnt und nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut wurde, vorbei.

Der Weg "Wandern auf Eppleins Lebenspfaden" führt in fünf Etappen von Buckenhof bis nach Neumarkt, also durch die drei Landkreise Erlangen-Höchstadt, Nürnberger Land und Neumarkt. Der VGN-Flyer wurde 2011 von den jeweiligen Landräten und Bürgermeistern auf der Freizeitmesse vorgestellt, für das Nürnberger Land war Armin Kroder dabei.

Eppelein von Gailingen (bei Streitberg) war in der Gegend als Raubritter unterwegs, wurde in Postbauer-Heng ergriffen, in Burgthann zum Tode verurteilt und in Neumarkt gerädert. Der Eppeleinweg ist als Gesamtweg unter www.vgn.de/shop abrufbar, gekennzeichnet ist er mit einem roten Kreuz auf weißen Grund.

Nach dem Blick auf die Veste Burgthann geht es - vorbei am Wasser- und Stauwerk - über die Reinholdshöhe wieder auf den Wallenstein-Wanderweg. Der Besuch des Areals um die Sophienquelle bietet einen Höhepunkt der Wanderung. Die Sophienquelle befindet sich an einem Hang etwa 500 m südlich von Burg Grünsberg und gehört bereits zur Stromerschen Kultur- und Denkmalstiftung, aktuell getragen von einem Förderverein unter der Leitung von Rotraut von Stromer. Die Anlage mit dem Forellenteich ist ein ausgewiesenes Geotop. Früher war auch dieser Ort ein beliebtes Ausflugsziel der Universität Altdorf und ist eine der größten barocken Quellfassungen nördlich der Alpen. Die Sophienquelle wurde von 1724-26 nach italienischem Vorbild erbaut. Der Nürnberger Patrizier Johann Paul III Paumgartner ließ sie als Teil eines "sentimentalen Landschaftsgartens" zu Ehren seiner Gemahlin Sophia-Maria Nützel-Paumgartner-Haller von Sündersbühl erbauen. Sie ähnelt im Aufbau einem Amphitheater und war ursprünglich noch mit einem kunstvollen Baluster-Säulengeländer aufgebaut.

Beieindruckt bin ich von der schön renovierten Burg Grünsberg. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und gelangte schließlich im Jahr 1806 nach mehrfacher Zerstörung und Besitzerwechseln in die Verantwortung der von Stromers. Die Räume werden für Konzerte und Vorträge genützt. Am Tag des Offenen Denkmals öffnet die Burg jedes Jahr ihre Tore.

Durch die Teufelsschlucht geht mein Weg zurück nach Altdorf. In der Frühlingssonne genieße ich nach einen Kaffee to go auf dem schönen Marktplatz.

Autor:

Edith Link aus Nürnberg

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