Plus von 3,9 Prozent
Mehr Auszubildende in Oberfrankens Betrieben

OBERFRANKEN (pm/rr) – Im vergangenen Jahr haben die oberfränkischen Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen mehr Auszubildende eingestellt. Für 2018 verzeichnet die IHK für Oberfranken Bayreuth insgesamt 3822 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie in den Vorjahren blieben viele Lehrstellen mangels Bewerber jedoch unbesetzt. Die Arbeitsagentur sprach zuletzt im Oktober von über 3.000 Ausbildungsplätzen in der Region Oberfranken, die nicht besetzt werden konnten.

„Angesichts des Fachkräftemangels und des leer gefegten Arbeitsmarkts haben die oberfränkischen Betriebe alle Register gezogen und setzen weiterhin auf die duale Ausbildung, um langfristig ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die Umkehr des langfristigen Abwärtstrends ist ein äußerst gutes Signal, auch wenn immer noch zu viele Unternehmen nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können“, kommentiert Bernd Rehorz, Leiter des Bereichs Berufliche Bildung. Er führt das deutliche Plus von 3,9 Prozent auf das große Engagement der Betriebe sowie erfolgreiche Informationskampagnen zurück.

Besseres Image

Alle bayerischen Industrie- und Handelskammern und strategische Partner wie das Wirtschaftsministerium hätten in den vergangenen Jahren viel dafür getan, das Image der beruflichen Ausbildung zu stärken. Der IHK-Bereichsleiter betont, dass die Ersteinschreibungen an Bayerns Hochschulen 2018 leicht rückläufig waren. „Es wäre eine gesunde Entwicklung, wenn sich beide Trends so fortsetzen“, sagt Rehorz. Wichtig sei eine ausgewogene Balance beider Bildungswege. Erfreulich sei die Zahl der Neueintragungen mit insgesamt 3822 Ausbildungsverträgen, von denen 2315 im kaufmännischen und 1507 im gewerblich-technischen Bereich liegen. Gerade der neu entstandene Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für E-Commerce erweist sich mit bayernweit 280 Azubis, davon 40 allein aus Oberfranken bereits als sehr erfolgreich.

Integration zeigt Wirkung

Auch Geflüchtete sorgen für weiteren Zulauf im Ausbildungssystem. 2018 befanden sich in Oberfranken rund 250 Jugendliche aus fluchtwahrscheinlichen Ländern in Ausbildung. Darüber hinaus konnten durch die IHK-Integrationsberatung 256 Plätze für Einstiegsqualifizierungen akquiriert werden. Die beliebtesten Berufe im Jahr 2018 waren die Industriekaufleute, gefolgt von den Industriemechanikern, den Kaufleuten im Einzelhandel und Verkäufern. Auf den Rängen danach waren auch die Ausbildungen zum Mechatroniker und zu Kaufleuten für Büromanagement stark gefragt. Insgesamt gibt es in Bayern über 200 Ausbildungsberufe im IHK-Bereich.

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