Bewährungsprobe bestanden: Schwabach bleibt Fairtrade-Stadt!

Auch Schülerinnen und Schüler des  Adam-Kraft-Gymnasiums - hier auf dem Schulfest - setzen sich für Fairtrade ein.
  • Auch Schülerinnen und Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums - hier auf dem Schulfest - setzen sich für Fairtrade ein.
  • Foto: © Stadt Schwabach
  • hochgeladen von Victor Schlampp

SCHWABACH (pm/vs) - Eine tolle Nachricht zum Ausklang des Jubiläums „900 Jahre Schwabach“: Die Goldschlägerstadt darf sich für weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“ nennen.

Vergeben wird dieses Qualitätslabel vom gemeinnützig arbeitenden Verein TansFair e.V., der durch zahlreiche Prominente, etwa aus den Bereichen Politik und Kultur unterstützt wird. Ziel der unabhängigen Initiative ist es, den fairen Handel weltweit zu fördern sowie Fairtrade in Deutschland mehrheitsfähig zu machen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von TransFair wollen Politik, Industrie und die Bevölkerung gegen Handelsungerechtigkeiten mobilisieren und schließen Lizenzverträge mit Handelspartnern ab, die nach Fairtrade-Standards gehandelte Produkte anbieten. Regelmäßige und unabhängige Kontrollen in den Herkunftsländern sollen sicher stellen, dass diese Standards auch eingehalten werden.
Bürgermeister Dr. Roland Oeser freut sich über die Verlängerung des Titels: „Sie ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Schwabach. Engagierte Menschen, allen voran Ingrid Ittner-Wolkersdorfer vom Eine-Welt-Laden, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler arbeiten eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ihnen ist es zu verdanken, dass Schwabach dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel hier zu fördern.“
Schwabach trägt den Titel „Fairtrade-Stadt“ seit 2015. Dafür mussten und müssen zahlreiche Kriterien erfüllt werden: Im Stadtrat wurde die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss festgehalten, eine Steuerungsgruppe koordiniert seitdem alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Das Schwabacher Engagement ist vielfältig: So werden beispielsweise alljährlich Fairtrade-Rosen zum Muttertag und am Valentinstag vor dem Rathaus verteilt. Im Rathaus selbst wird ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Gebäck an Gäste ausgegeben.
Einige Schwabacher Schulen sind sehr aktiv und informieren über den Fairen Handel. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für unser weiteres Engagement“, sagt Dr. Roland Oeser. „Geplant sind unter anderem ein digitaler Einkaufsführer und ein Faires Frühstück in Kooperation mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium“.

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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