DFB‑Team startet Richtung USA
Neuer gibt vor dem Abflug ein wichtiges Zeichen
- Die linke Problem-Wade hält: Manuel Neuer hält wieder erste Bälle im Training.
- Foto: Federico Gambarini/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Frankfurt/Mainz (Klaus Bergmann/Arne Richter/Eric Dobias/dpa/ak) – Nach dem klaren 4:0 im vorletzten WM‑Test gegen Finnland hat die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag ihren Flug in die USA angetreten. Für zusätzliche Zuversicht sorgte Manuel Neuer: Der 40‑jährige Rekordtorwart, der in Mainz noch pausiert hatte, absolvierte beim Abschiedsevent am DFB‑Campus in Frankfurt intensive Laufeinheiten und spezielle Torwartübungen. Die zuletzt lädierte linke Wade scheint wieder stabil zu sein.
In Chicago beginnt nun der Feinschliff für die Weltmeisterschaft. Dort steht am Samstag die Generalprobe gegen die USA an. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt dabei auf eine klare Etappenstrategie. Er wolle „step by step“ arbeiten, sagte der 38‑Jährige nach dem überzeugenden Auftritt in Mainz. Die Stimmung im Team ist gut, die Siegesserie von acht Spielen stärkt das Selbstvertrauen.
Während die Reservisten am Tag nach dem Finnland‑Spiel ein zähes 1:0 gegen eine B‑Auswahl der Gäste erzielten, genossen die Hauptakteure des Vorabends den Zuspruch der Fans. Doppel‑Torschütze Deniz Undav, Florian Wirtz, Jamal Musiala und der 18‑jährige Lennart Karl schrieben Autogramme und posierten für Fotos. Nagelsmann zeigte sich besonders angetan von der Offensivleistung und sieht genügend Qualität für einen erfolgreichen WM‑Start gegen Curaçao am 14. Juni.
Auch personell gibt es positive Nachrichten. Kai Havertz wird in Chicago zum Team stoßen, nachdem er mit dem FC Arsenal das Champions‑League‑Finale verloren hatte. Nagelsmann ist überzeugt, dass der 26‑Jährige schnell wieder aufgebaut werden kann. Seine WM‑Elf stehe weitgehend, Neuer und Havertz eingeschlossen.
Im Mittelfeld überzeugten zuletzt Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha, die sich für die Doppel‑Sechs empfehlen. Dazu kommen junge Kräfte wie Karl oder Außenverteidiger Nathaniel Brown. Kapitän Joshua Kimmich blickt der Generalprobe optimistisch entgegen. Wenn die Mannschaft an die Leistung von Mainz anknüpfe, sei sie gut vorbereitet für das Turnier.
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