Unwetter fordern Einsatzkräfte
Ein Todesfall in Karlsruhe, zahlreiche Schäden im Südwesten
- Nach den Unwettern räumen die Einsatzkräfte auf.
- Foto: Jason Tschepljakow/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Karlsruhe (dpa/ak) – Heftige Gewitter haben am Donnerstagabend große Teile Baden‑Württembergs und angrenzende Regionen getroffen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In Karlsruhe kam ein Mensch ums Leben, als ein Baum während des Sturms umstürzte. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk waren dort im Dauereinsatz, mehr als 250 wetterbedingte Notrufe mussten abgearbeitet werden.
Überflutete Straßen, beschädigte Autos und Ampelanlagen sowie mehrere Leichtverletzte durch herabfallende Äste prägten das Bild. Die Stadt rief wegen der Vielzahl an Einsätzen eine außergewöhnliche Einsatzlage aus.
Auch in Pforzheim, Ludwigsburg und dem Rems‑Murr‑Kreis waren die Folgen des Unwetters deutlich zu spüren. Dachziegel stürzten herab, Keller liefen voll, ein Blitzschlag löste in Besigheim einen Dachbrand aus. In einem Fall richteten umgestürzte Bäume einen Schaden von rund 100.000 Euro an. Bayern blieb ebenfalls nicht verschont: Auf der A8 kam es zwischen Burgau und Günzburg zu einer Unfallserie mit sechs Fahrzeugen, ausgelöst durch Aquaplaning. Ein Mensch wurde schwer verletzt.
Saarbrücken meldete mehr als 50 Einsatzstellen, besonders im Stadtteil Güdingen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet auch am Freitag mit weiteren Gewittern. Vor allem am Nachmittag und Abend sind erneut Unwetter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturm‑ bis Orkanböen möglich, besonders im Süden und Südwesten.
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