Bugfahrwerk klappt ein – Ermittler prüfen Ursache
Fünf Verletzte nach Zwischenfall mit Dreamliner in Frankfurt

Das Flugzeug soll jetzt untersucht werden. | Foto: Mike Seeboth/dpa
  • Das Flugzeug soll jetzt untersucht werden.
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Frankfurt / Main (dpa/ak) – Am Frankfurter Flughafen wird nach einer Panne mit einer Boeing 787‑9 der Lufthansa nach der Ursache gesucht. Am Donnerstagmittag war auf einer Parkposition vor Terminal 1 das Bugfahrwerk der Maschine mit der Flugnummer LH450 plötzlich eingeknickt. Der Dreamliner, der nach Los Angeles starten sollte, sackte daraufhin auf die Nase ab.

An Bord befanden sich zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Beschäftigte: 13 Crewmitglieder der Lufthansa sowie Mitarbeitende von Partnerfirmen. Fünf Menschen wurden verletzt, darunter zwei Lufthansa‑Angestellte. Sie konnten das Krankenhaus noch am Abend verlassen. Zum Zustand der drei weiteren Verletzten machte das Unternehmen keine Angaben.

Die Fluggäste hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem Boarding begonnen. Nach dpa‑Informationen war der Start für 13.50 Uhr vorgesehen. Üblicherweise wären die ersten Passagiere rund eine halbe Stunde vorher an Bord gegangen. Lufthansa betreibt derzeit 17 Maschinen dieses Typs.

In der Nacht wurde das betroffene Flugzeug enttankt, angehoben und das Fahrwerk wieder ausgefahren. Anschließend schleppte man den Dreamliner auf das Technikgelände. Auswirkungen auf den Flugbetrieb gab es laut Fraport am Freitag nicht. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat ihre Arbeit bereits aufgenommen; Lufthansa unterstützt die Ermittlungen. Nach Abschluss der Untersuchungen soll die Maschine repariert werden.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich im Juni 2021 am Flughafen London‑Heathrow ereignet. Damals war bei einer Boeing 787‑8 während der Vorbereitung auf einen Frachtflug das Bugfahrwerk eingeklappt, zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die Untersuchung ergab später, dass ein Verriegelungsstift versehentlich an der falschen Stelle eingesetzt worden war – direkt neben der richtigen Position. Betreiber und Flughafen führten daraufhin zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein, darunter technische Anpassungen und Änderungen bei Wartungs‑ und Notfallabläufen.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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