Unwetter zum Ferienbeginn
Nordbayern kämpft mit steigenden Pegeln
- Einzelne Straßen sind überflutet.
- Foto: Pia Bayer/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
BAYERN (dpa/lby/ak) – Bayern startet mit wenig einladendem Wetter in die Faschingsferien. Regen, Tauwetter und stürmische Abschnitte prägen seit Tagen die Lage – und vor allem im Norden des Freistaats bleibt die Hochwassergefahr hoch. Die Kombination aus kräftiger Schneeschmelze und wiederholten Niederschlägen hat zahlreiche Pegel deutlich ansteigen lassen.
In den frühen Morgenstunden überschritten sowohl Aisch als auch Itz die Meldestufe drei des vierstufigen Warnsystems. Für die Landkreise Coburg und Bamberg wurden Hinweise ausgegeben, dass auch bebaute Gebiete von Überflutungen betroffen sein könnten. Weitere Flüsse in Nordbayern bewegen sich in den unteren Warnstufen, führen aber ebenfalls viel Wasser.
Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass örtlich bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von zwei Tagen zusammenkommen können. In den Alpen fällt oberhalb von rund 1000 Metern Schnee, während es im Flachland am Samstag zunehmend kälter wird. Von Franken her breitet sich erneut Niederschlag aus, der bis in tiefe Lagen als Schnee fallen kann. Sinkende Temperaturen könnten zudem für glatte Straßen sorgen.
In den Bergen bleibt die Lawinenlage angespannt. Oberhalb der Waldgrenze gilt weiterhin die dritte von fünf Gefahrenstufen, während unterhalb kaum Schnee liegt und die Gefahr entsprechend gering ist. Am Sonntag erwarten die Meteorologen einen Wechsel aus Sonne und Wolken, begleitet von kälterer Luft. Im Süden Bayerns sind letzte Schneeschauer möglich.
Besonders betroffen von den Wassermassen waren am Donnerstag die Regnitzzuflüsse und das obere Maingebiet. Dort standen landwirtschaftliche Flächen unter Wasser, einige Straßen mussten gesperrt werden. Auch an den nördlichen Donauzuflüssen wie Sulzach, oberer Altmühl, Vils, Regen und Naab kam es zu kleineren Ausuferungen. Nach Einschätzung der Fachleute dürfte die angespannte Lage in Nordbayern zunächst anhalten. Größere Überschwemmungen werden zwar nicht ausgeschlossen, sollen aber die Ausnahme bleiben.
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