Lebensmittelsicherheit
Geringere Pestizidrückstände bei Bio-Gemüse

(Symbolbild) | Foto: © Werner Fellner/AdobeStock
  • (Symbolbild)
  • Foto: © Werner Fellner/AdobeStock
  • hochgeladen von Uwe Müller

ERLANGEN (dpa/lby/mue) - Obst und Gemüse in bayerischen Läden und Supermärkten ist laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hinsichtlich seiner Belastung mit Pflanzenschutzmitteln sicher. Weil dies besonders für Bioware gilt, empfiehlt das LGL skeptischen Verbrauchern den Griff in die Bio-Regale.

Bei Obst und Gemüse würden bei Bio-Produkten seit Jahren keinerlei unerlaubte Pestizid-Rückstände gefunden, geht aus einer Statistik des Landesamtes hervor. «Die allermeisten Biobauern machen ihren Job aus Überzeugung», sagte Magnus Jezussek, Pestizid-Experte beim LGL. Neben dem Waschen und Schälen von Obst und Gemüse sowie Abwechslung bei der Wahl der Produkte biete der Griff zu Bioware zusätzliche Sicherheit. In den Jahren 2019 bis 2024 seien bei Bio-Lebensmitteln jeweils mindestens 90 Prozent aller Proben ohne jegliche Pestizid-Rückstände gewesen. In acht bis zehn Prozent der Proben hätten sich Rückstände befunden, die unterhalb der erlaubten Grenzwerte gelegen hätten. Zum Vergleich: In konventionell erzeugtem Obst- und Gemüse hatten sich im selben Zeitraum in mehr als 70 Prozent der Proben Pestizid-Rückstände befunden, in zwei bis drei Prozent der Fälle oberhalb der erlaubten Höchstwerte.

Viele Pestizide unbedenklich

Jezussek betonte, dass auch das konventionell erzeugte Obst- und Gemüse für den Verbraucher sicher sei, sofern von Anbauern und Händlern keine Regelverstöße begangen werden. Die meisten verwendeten Pestizide seien aus wissenschaftlicher Sicht für den menschlichen Körper problemlos. Dies gelte etwa auch für Fungizide - also Mittel zur Bekämpfung von Pilzbefall - beim Hopfen- und Weinanbau. In den beim Verbraucher ankommenden Getränken seien die nachweisbaren Rückstände verschwindend gering, sagte Jezussek.

Der Kontrolldruck durch die Lebensmittelüberwachung sowie die Selbstkontrolle von Erzeugern und Händlern sei in Deutschland im EU-Vergleich besonders hoch, so Jezussek.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

14 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.