Theaterpremiere des Stücks "Icebreaker" im Emmy-Nöther-Gymnasium

Bildunterschrift: V.l. Theatermacher Jean-Francois Drozak 
 Stadrat José Luis Ortega Lleras, Jürgen Drachsler, AOK Re-gionalleiter Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land und Schulleiterin OStDin Gertrud Reichert-Brod beglückwünschten die acht Schauspielerinnen und Schauspielern zur gelungenen Aufführung des Theaterstücks „Icebreaker“.
  • Bildunterschrift: V.l. Theatermacher Jean-Francois Drozak
    Stadrat José Luis Ortega Lleras, Jürgen Drachsler, AOK Re-gionalleiter Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land und Schulleiterin OStDin Gertrud Reichert-Brod beglückwünschten die acht Schauspielerinnen und Schauspielern zur gelungenen Aufführung des Theaterstücks „Icebreaker“.
  • hochgeladen von Christine Otto

Die Schüler des Emmy-Noether Gymnasiums zeigten ihren Mitschülern ein Theaterstück der ganz besonderen Art. Am 18. Oktober 2018 führten acht Schülerinnen und Schüler das Stück „Icebreaker“ in der Aula auf. Gemeinsam mit dem frei-schaffenden Theatermacher Jean-Francois Drozak hatten die Jungschauspieler das Thema „Depression im Jugendalter“ spielerisch aufgearbeitet. Damit wird wichtige Präventionsarbeit geleistet und das Thema enttabuisiert. „Bis zu 18,5
Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren sind von Depression betroffen. Das macht die Aufklärungsarbeit enorm wichtig. Genau hier setzt Icebreaker an. Es gelingt dem Theatermacher mit dem gemeinsam erarbeiteten Stück alle Schüler der Schule an das Thema heranzuführen“, so Jürgen Drachsler, AOK Regionalleiter Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land. „Für die Gesundheitskasse ist das Grund genug, das innovative Schulprojekt zu unterstützen.“ Nicht nur die AOK engagiert sich für die Prävention der Krankheit Depression. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Interaktion mit dem Publikum

Beim Theaterstück „Icebreaker“ wird das gesamte Publikum zum Facharztkollektiv und darf für 60 Minuten Psychiater spie-len. Welche der Figuren auf der Bühne sind an einer ernsthaf-ten Depression erkrankt und welche sind einfach nur „schlecht drauf”? Kann man das überhaupt unterscheiden? „In nur vier Tagen haben die acht Schülerinnen und Schüler das Stück einstudiert“, berichtet Schulleiterin OStDin Gertrud Reichert-Brod stolz. „Gestern war die Premiere vor Eltern, Lehrern und Part-nern der Aktion. Die Resonanz hat uns darin bestärkt, uns mit dem Thema weiter zu beschäftigen.“

Ziel des Stückes

Die Zuschauer erfahren während des Theaterstücks, dass sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst un-bemerkt entwickeln. Sie lernen Verdachtsmomente einer be-ginnenden Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber lernen sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist. Durch theaterpädagogisches Erleben finden die Zuschauer einen neuen Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik für die beteiligte Familie, besonders die der Geschwisterkinder. Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nimmt der Krankheit das Fremde und schafft Verständnis für den Er-krankten und sein direktes Umfeld.

Autor:

Christine Otto aus Erlangen

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