Im Dialog: StUB-Planungen nehmen Gestalt an

Zwar immer noch vorläufig, aber doch schon sehr konkret: Kommunikationsmanagerin Stefanie Dietz und Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl vor der Karte mit dem geplanten Streckenverlauf. Foto: © Uwe Müller
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  • Zwar immer noch vorläufig, aber doch schon sehr konkret: Kommunikationsmanagerin Stefanie Dietz und Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl vor der Karte mit dem geplanten Streckenverlauf. Foto: © Uwe Müller
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REGION / ERLANGEN (pm/mue) - Rund 180 Interessierte waren jüngst zum 4. Dialogforum nach Nürnberg gekommen, um sich über den Sachstand der Planungen zur Stadt-Umland-Bahn (StUB) zu informieren, die von der Frankenmetropole über Erlangen bis nach Herzogenaurach führen soll.

Neben den Erkenntnissen aus der tiefgehenden Prüfung möglicher Streckenführungen wurde in der Sporthalle des TSV Buch auch die neue Fahrgastprognose vorgestellt. Die Zahlen sprechen dabei für sich: In allen Abschnitten des L-Netzes, welches die Grundlage der Planungen bildet, haben sich die errechneten Fahrgastzahlen erhöht; an der Stadtgrenze zwischen Erlangen und Herzogenaurach wird sogar von mehr als doppelt so vielen Fahrten ausgegangen als bisher. „2015 lag die Annahme bei knapp 5.000 Personenfahrten pro Tag, die neuesten Berechnungen zeigen, dass es über 10.000 werden. Das bedeutet, dass wir statt des bisherigen 20-Minuten-Takts nun auch auf dem Abschnitt zwischen Büchenbach-West und Herzogenaurach mit einem 10-Minuten-Takt tagsüber planen“, so Florian Gräf, Technischer Leiter des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn Nürnberg–Erlangen–Herzogenaurach. Zusätzlich sind während der Hauptverkehrszeiten Verstärkerfahrten zwischen Nürnberg und Büchenbach-West vorgesehen.

Kosten sollen konstant gehalten werden

Ein Schwerpunkt des 4. Dialogforums lag in der Präsentation der nächsten Stufe der Variantenauswahl – während im 3. Dialogforum im Juli 2018 die Vorbewertung der eingereichten Ideen diskutiert wurde, stellten die Ingenieurbüros nun die Ergebnisse der Detailuntersuchung vor. „Im Rahmen einer planerischen Machbarkeitsprüfung wurde zunächst begutachtet, ob die Streckenführungen baulich umsetzbar sind. So schieden an dieser Stelle beispielsweise Varianten aus, die in der Erlanger Innenstadt nur mit langen Rampenbauwerken umsetzbar gewesen wären. Im nächsten Schritt wurden alle verbliebenen Vorschläge hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die unterschiedlichsten Bereiche betrachtet“, führt Florian Gräf weiter aus. Dabei, so unterstreicht Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl auf Marktspiegel-Anfrage, sei man bemüht, die veranschlagten Kosten von zirka 10 Millionen Euro pro Kilometer stabil zu halten. Immerhin 25 Kilometer Streckenverlauf mit ungefähr 30 Haltepunkten sind insgesamt geplant, wobei es hier und da noch zu geringeren, baulich bedingten Abweichungen kommen kann.

Förderung bis zu 90 Prozent möglich

Interessant ist in diesem Zusammenhang jedenfalls das Thema Förderung: Bund und Freistaat können für die Bereiche, die förderungsfähig sind, immerhin bis zu 90 Prozent der Kosten übernehmen. Beispiel Erlangen: Der aufzubringende Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf zirka 160 Millionen Euro, von denen beachtliche 120 Millionen auf diese Weise „erlassen“ werden könnten. Mit Blick auf die Kosten für die Gesamtstrecke, die mit bis zu 250 Millionen Euro veranschlagt sind, wären somit satte 190 Millionen an Förderung drin.

In die Planung für die Stadt-Umland-Bahn soll auch weiterhin die Bevölkerung mit einbezogen werden. „Uns ist der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig, schließlich planen wir eine StUB für die Menschen hier in der Region“, betont Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen und derzeitiger Vorsitzender des Zweckverbands StUB. Aus diesem Grund werde jeder Planungsschritt der Öffentlichkeit präsentiert. Zum Vormerken: Das nächste Dialogforum findet am Dienstag, 12. März 2019, im Erlanger Redoutensaal statt. Dann sollen nach finaler Prüfung die aussichtsreichsten Streckenführungen für die Stadt-Umland-Bahn präsentiert werden.

www.stadtumlandbahn.de

Übrigens: Die Regnitzquerung war nicht Bestandteil des 4. Dialogforums. Aufgrund der umfangreichen technischen Beurteilung der vorliegenden Möglichkeiten liegen die Ergebnisse erst im Januar 2019 vor. In einem Lokalforum sollen diese am 23. Januar vorgestellt werden, die genaue Örtlichkeit wird noch bekanntgegeben.

Zwar immer noch vorläufig, aber doch schon sehr konkret: Kommunikationsmanagerin Stefanie Dietz und Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl vor der Karte mit dem geplanten Streckenverlauf. Foto: © Uwe Müller
Vieles muss beachtet werden: Antonia Kärgel (Teilprojektleiterin Umweltbelange) und Florian Gräf (Technischer Leiter) bei der Planung. Foto: © Uwe Müller

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