Neues Stadtviertel oder nicht? Erlanger Bürger stimmen wieder ab!

Symbolfoto: © Anton Sokolov / Fotolia.com

ERLANGEN (pm/mue) - Die Bürgerinnen und Bürger Erlangens entscheiden am 14. Oktober (dem Tag der Landtagswahl) darüber, ob die Stadtverwaltung neue Siedlungsmöglichkeiten im Stadtwesten weiter prüfen soll.

Der Stadtrat hat dafür folgende Fragestellung beschlossen: „Sind Sie dafür, dass die vorbereitende Untersuchung für ein neues Stadtviertel im Stadtwesten zwischen Büchenbach und Steudach (Erlangen West III) weitergeführt wird?“ Wenn die Mehrheit der Abstimmenden mit „Ja“ stimmt, kann die Untersuchung fortgeführt werden; entscheidet die Mehrheit mit „Nein“, wird die Untersuchung abgebrochen. Damit der Entscheid gültig ist, müssen sich mindestens zehn Prozent aller Abstimmungsberechtigten für oder gegen die Untersuchung aussprechen. „Bezahlbarer Wohnraum, Perspektiven für die Landwirtschaft und eine gute, nachhaltige Entwicklung unserer Stadt – diese Themen bewegen viele Bürgerinnen und Bürger. Es ist deshalb richtig, einen Bürgerentscheid durchzuführen“, so Oberbürgermeister Florian Janik.

Untersuchung wäre unverbindlich

Die Stadt Erlangen sieht einen Entwicklungsbedarf von etwa 12.000 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2040 – in dem neuen Stadtviertel könnten bis zu 5.000 davon entstehen. Der Standort wurde schon 1978 im so genannten Kilpperplan als mögliche Siedlungsfläche dargestellt und ist bereits durch den Adenauerring erschlossen. Heute befinden sich dort vor allem landwirtschaftliche Flächen, die teilweise auch von Bio-Landwirten bewirtschaftet werden. Der Stadtrat hat beschlossen, dass höchstens die Hälfte der Untersuchungsfläche von 196 Hektar bebaut werden soll; Ziel der Stadt ist es, möglichst flächenschonend ein Wohnviertel zu entwickeln, das einen hohen Grünanteil hat. Die möglichen Siedlungsflächen liegen außerhalb der Landschaftsschutzgebiete Bimbachtal und Rittersbachtal, die Auswirkungen eines möglichen neuen Stadtviertels auf Natur und Schutzgebiete sind ebenfalls Teil der Untersuchung. Für Landwirte soll eine existenzsichernde Perspektive entwickelt werden, zum Beispiel über die Bereitstellung von Ersatzflächen.

Alles in allem, so heißt es aus dem städtischen Presseamt, würde die Untersuchung mehrere Jahre dauern. Zudem sei sie kein verbindlicher „Vorentscheid“ dafür, dass das Stadtviertel dann auch tatsächlich entwickelt würde. Erst nach Abschluss einer Untersuchung würde der Stadtrat darüber entscheiden, ob, in welcher Größe, in welcher Dichte und in welchen Abschnitten ein Wohnviertel entstehen soll. In Abhängigkeit der Größe würde die Errichtung des Wohnviertels 20 bis 30 Jahre dauern.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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