Kreisseniorenring sucht Lösungen
Gemeinsam gegen die Einsamkeit

Foto: Sabine van Erp (pixabay)

FORCHHEIM (lra/rr) – Schon vor der Corona Pandemie fühlten sich ältere Menschen oft einsam, vor allem dann, wenn keine Angehörigen in der Nähe leben, die sie besuchen können. Durch die Corona-Beschränkungen ist das Thema Einsamkeit sichtbar geworden.

Die dunkle Jahreszeit ist ein weiterer Faktor, der die Lebenszufriedenheit negativ beeinflussen kann. Zusammen mit den begonnenen Einschränkungen, bedarf es der Mitwirkung jedes einzelnen Bürgers, um Alleinlebende durch diese Wochen zu begleiten, meldeten die Mitglieder des Kreisseniorenrings Forchheim. Sie sind im ganzen Landkreis bestrebt nach weiteren Lösungen zu suchen und nutzen den arbeitstechnischen Austausch auf kommunaler Ebene. Die aktuellen Coronaregeln besagen, dass sich Personen eines Hausstandes sowohl privat als auch in der Öffentlichkeit nur mit einem weiteren Haushalt treffen dürfen.

Romy Eberlein, die kommunale Planerin im Seniorenbereich für den Landkreis Forchheim und Koordinatorin des KSR, erläutert: „Zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus und auch als Tipp zum Selbstschutz, könnten sich daher konstante Zweiergruppen bilden, welche zum Beispiel gemeinsam spazieren gehen oder sich auch gegenseitig besuchen“.

Wichtig ist, dass sich immer die gleichen zwei Personen oder Hausstände treffen, damit die Infektionsketten klein gehalten werden.“ Hierbei ist nach wie vor auf ausreichend Abstand von 1,5 Metern und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu achten, vor allem, wenn der Abstand unterschritten wird. In Innenräumen muss regelmäßig gelüftet werden.

Barbara Kalpen, Diplom-Gerontologin und Mitglied des Sprechergremiums des KSR, gibt ihr Fachwissen weiter: „Sozialkontakte – auch auf Abstand - schützen vor Einsamkeit und Depression. Bewegung außerhalb der eigenen vier Wände erhöht die Lebenszufriedenheit, da Aktivitäten in bestimmten Arealen des Gehirns abnehmen, die für Grübeln und Sorgen zuständig sind. Außerdem aktivieren Umweltreize, wie Wind, Regen, Kälte und Hitze das Immunsystem und der Erhalt der Mobilität wird gefördert.“

Zum Thema Einsamkeit fügt Romy Eberlein hinzu: „Es gibt immer noch einige Menschen, die sich schämen, von sich aus nach Hilfe zu fragen oder bei einer anderen Person anzurufen. Rufen Sie also Ihren Nachbarn ruhig mal an. Das Schlimmste was passieren kann, ist, dass er keine Anrufe wünscht.

Wenn Menschen Unterstützung beim Einkaufen brauchen, gibt es in jeder Gemeinde Strukturen, die sich zu Beginn des Jahres gebildet haben. Auskunft darüber kann die entsprechende Gemeindeverwaltung geben. Außerdem verbindet das Silbernetz kostenlos und anonym. Hier kann angerufen werden, wenn man einfach mal reden will: 0800-470 80 90

Der Digital-Kompass bietet kostenfreie Angebote und Informationen unter www.digital-kompass.de an. Außerdem gibt es weitere Informationen zu Beratungs- und Kontaktstellen online über den Sozialatlas des Landkreises unter www.sozialatlas-fo.de.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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