Relegation überstanden – Zukunft offen
Fürther Anhänger fordern klaren Schnitt
- Die Fürther Spieler feierten den Erfolg in der Relegation.
- Foto: Daniel Karmann/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (dpa/ak) – Die Erleichterung war groß, der Jubel laut – doch die Stimmung kippte schnell. Zwar hat die SpVgg Greuther Fürth mit dem 2:0 im Rückspiel gegen Rot-Weiss Essen den Absturz in die 3. Liga verhindert, doch viele Fans wollten nach dem Schlusspfiff nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Vor der Kurve hing ein unmissverständliches Banner: „Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!“ Immer wieder wurde zudem der Rücktritt von Geschäftsführer Holger Schwiewagner gefordert.
Für den traditionsreichen Zweitligisten, der in der ewigen Tabelle seit Jahrzehnten an der Spitze steht, war die Saison ein einziger Drahtseilakt. Erst in der Relegation gelang die Rettung, und im Umfeld wächst die Überzeugung, dass sich der Verein grundlegend neu aufstellen muss. Noch einmal bis zum letzten Spieltag zittern – das will in Fürth niemand mehr erleben.
Trainer Heiko Vogel zeigte Verständnis für den Unmut. Sichtlich gezeichnet sprach er von „Hausaufgaben“, die der Klub längst erkannt habe. Es brauche Analyse, Arbeit und Konsequenz. Gleichzeitig mischte sich in seine Erleichterung auch Wehmut: Mit Noel Futkeu und Kapitän Branimir Hrgota verlassen zwei prägende Offensivkräfte den Verein. Beide trafen im Rückspiel, beide werden schwer zu ersetzen sein.
Der Sommer wird für die Verantwortlichen zur Bewährungsprobe. Nach mehreren gescheiterten Trainerexperimenten soll Vogel nun langfristig arbeiten können, während der Kader neu ausgerichtet werden muss. Für die Spieler stand nach dem geschafften Klassenerhalt jedoch erst einmal etwas anderes im Vordergrund: abschalten, feiern, durchatmen. Vogel hatte dafür nur ein knappes, aber deutliches Motto: „Sie sollen es krachen lassen. Das haben sie verdient.“
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