Überragende Haushaltsbilanz 2024
Fürth trotzt dem bundesweiten Trend
- Finanzreferentin Stefanie Ammon und Oberbürgermeister Thomas Jung freuen sich über einen Überschuss von 14,4 Mllionen Euro bei der Jahresrechnung 2024.
- Foto: ARCHIV / Stadt Fürth, Kramer
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (pm/ak) – Während die Kommunen in Deutschland 2024 ein Defizit von rund 30 Milliarden Euro verzeichnen – davon allein fünf Milliarden in Bayern – präsentiert die Stadt Fürth eine erfreuliche Ausnahme: Das Haushaltsjahr konnte mit einem Überschuss von 14,4 Millionen Euro abgeschlossen werden (Vorjahr: 5,5 Millionen Euro). Das entspricht über 100 Euro pro Kopf.
Diese positive Entwicklung geht aus der Jahresrechnung hervor, die dem Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 30. Juli, vorgelegt wird. Gleichzeitig konnten weitere zwei Millionen Euro Schulden abgebaut werden – ein Prozess, der sich auch im laufenden Jahr fortsetzt. Seit nunmehr 15 Jahren reduziert die Stadt kontinuierlich ihre Verbindlichkeiten. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank von 2.500 Euro im Jahr 2010 auf aktuell unter 1.200 Euro.
Zinslast gesenkt – Investitionen gestärkt
Oberbürgermeister Thomas Jung bezeichnet diese finanzpolitische Strategie als „nachhaltig und generationengerecht“. Während sich die Zinslast im Bundeshaushalt binnen eines Jahres verdoppelt, konnte sie in Fürth in den vergangenen 15 Jahren um fast zwei Drittel gesenkt werden. Die dadurch frei gewordenen Mittel investiert die Stadt gezielt in Bildung, Kinderbetreuung und Infrastruktur.
Trotz Rekordinvestitionen gelingt es dem Rathaus, Schulden abzubauen und gleichzeitig die Rücklage von derzeit über 150 Millionen Euro auf rund 165 Millionen Euro zu erhöhen – ein solides Polster für zukünftige Herausforderungen.
Keine Alternative zum Sparkurs
Für Finanzreferentin Stefanie Ammon und OB Jung ist dieser Kurs alternativlos. Die Ausgabensteigerungen – insbesondere in den Bereichen Soziales und Personal – werden auch in den kommenden Jahren anhalten. Zusätzliche Bundesmittel zur Reduzierung des Investitionsstaus sind daher willkommen: Rund 80 Millionen Euro erwartet Fürth in den nächsten zehn Jahren.
„Das ändert aber nichts daran, dass wir weiterhin sparsam wirtschaften müssen, wenn wir nicht in eine Schuldenspirale geraten wollen“, betonen Jung und Ammon unisono.
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