Langjähriges Erfolgsmodell
Stadt Fürth erwirbt „Solarberg“
- Archivfoto: OB Thomas Jung 2003 beim Spatenstich für die Photovoltaikanlage auf dem Solarberg.
- Foto: Stadt Fürth, Andrea Grodel
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (pm/ak) – Der Solarberg in Atzenhof – eine wahre Erfolgsgeschichte. Die weithin sichtbare Freiflächen-Solaranlage, die einst auf einer Mülldeponie errichtet wurde, nahm 2003 auf Initiative von Oberbürgermeister Thomas Jung ihren Anfang. Mit insgesamt 5.760 Solarmodulen auf einer Fläche von 1,7 Hektar zählte die Anlage 2005 zu den 50 größten Photovoltaikanlagen weltweit.
Die Finanzierung wurde durch ein Bürgerbeteiligungsmodell ermöglicht, bei dem die Stadt Fürth 500.000 Euro beisteuerte und 150 Privatanleger Anteile zeichneten. Sowohl die Stadt als auch die Anleger profitierten von Beginn an von guten Renditen. Doch auch die Umwelt profitierte als erster Adressat: Der Solarberg übertraf kontinuierlich die prognostizierte Leistung und versorgte Jahr für Jahr rund 250 Haushalte mit Sonnenenergie.
Nach knapp 22 Jahren ist die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nun abgelaufen. Daher hat die Stadt Fürth mit Beschluss des Stadtrats vom 28. Mai die solartechnischen Anlagen für den symbolischen Preis von einem Euro erworben, um einen Rückbau zu vermeiden. Damit ist die weitere Produktion von Sonnenstrom auf dem Solarberg für die kommenden Jahre sichergestellt.
Oberbürgermeister Thomas Jung erklärt: „Die Stadt Fürth hat mit der von mir initiierten Anlage insgesamt über 700.000 Euro Nettogewinn erzielt. Dieses Geld kommt Schulen, Kitas und Schulfördervereinen zugute. Zudem profitiert die Umwelt, da 100 Prozent grüner Strom erzeugt werden und jährlich dadurch 370 Tonnen CO2 eingespart werden.“
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