Frauenanteil sinkt bei Bürgermeisterwahlen
Statistik zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Parteien
- Bei der Kommunalwahl ist der Anteil von Frauen, die sich um Bürgermeisterposten bewerben niedriger als vor sechs Jahren. (Archivbild)
- Foto: Felix Hörhager/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
FÜRTH (dpa/lby/ak) – Vor der Kommunalwahl am 8. März zeigt ein Blick in die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik: Unter den Bewerberinnen und Bewerbern für Bürgermeister‑ und Oberbürgermeisterämter in größeren Gemeinden ist der Frauenanteil weiter gesunken.
In Kommunen ab 10.000 Einwohnern liegt er nur noch bei 20,2 Prozent, vor sechs Jahren waren es 22,4 Prozent. Besonders stark fällt der Rückgang in den kreisfreien Städten aus, wo der Anteil von 26,3 auf 21,9 Prozent fiel. Leicht gestiegen ist dagegen der Frauenanteil bei den Landratskandidaturen, von 21,5 auf 22 Prozent.
Zwischen den Parteien zeigen sich große Unterschiede. Die niedrigsten Frauenanteile verzeichnen AfD und CSU, während die Grünen deutlich mehr Kandidatinnen aufstellen. SPD und Freie Wähler liegen je nach Ebene im Mittelfeld, wobei die Freien Wähler bei Bürgermeisterkandidaturen vergleichsweise hohe Werte erreichen, bei Landratsämtern jedoch deutlich niedriger abschneiden.
Am 8. März wird in weiten Teilen Bayerns gewählt – auch in Fürth. Während nicht überall Bürgermeister‑ oder Landratswahlen stattfinden, werden Gemeinde‑ und Stadträte sowie Kreistage flächendeckend neu bestimmt. Dort liegt der Frauenanteil unter den Kandidierenden traditionell höher.
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