Initiative fordert Transparenz
628 Unterschriften in Obermichelbach übergeben
- Initiator und Unterstützer der Unterschriftensammlung „Stoppt den geplanten Rathaus-Anbau“ in Obermichelbach bei der Übergabe der gesammelten Unterschriften.
- Foto: Herbert Jäger
- hochgeladen von Arthur Kreklau
OBERMICHELBACH (pm/ak) – In Obermichelbach hat die Bürgerinitiative „Stoppt den geplanten Rathaus-Anbau“ 628 gesammelte Unterschriften an die Gemeindeverwaltung überreicht. Für die Übergabe wurde an der Zugangstür ein Tisch bereitgestellt, um den Eingang der Listen offiziell zu bestätigen. Der Bürgermeister konnte nicht teilnehmen.
Parallel dazu hat die Initiative beim Landratsamt Fürth eine Prüfung der bisherigen Beschlüsse und Vergaben beantragt. Die Gruppe kritisiert, dass zentrale Entscheidungen zum Rathausprojekt ausschließlich in nichtöffentlichen Sitzungen gefallen seien, ohne die Bevölkerung im Nachhinein zu informieren. Die Gemeindeordnung sieht hier klare Vorgaben vor, deren Einhaltung nun überprüft werden soll. Eine solche Kontrolle könnte nach Einschätzung der Initiative dazu führen, die Planungen grundsätzlich neu zu bewerten.
Innerhalb der Unterstützerschaft besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Gemeinde zusätzlichen Raum benötigt. Zugleich gibt es Stimmen, die organisatorische Änderungen für ausreichend halten und eine bauliche Erweiterung für verzichtbar halten. Der Initiator der Bürgerinitiative teilt diese Ansicht ausdrücklich nicht. Er betont, dass sein persönlicher Widerspruch gegen die geplante Gestaltung und die Einbindung in den Bestand nicht berücksichtigt worden sei. Die öffentliche Kritik sei erst entstanden, nachdem seine Einwände als verspätet zurückgewiesen wurden.
Über die große Resonanz zeigt sich die Initiative selbst überrascht. Viele Bürgerinnen und Bürger seien erst durch die Unterschriftensammlung auf das Thema aufmerksam geworden. Da nicht alle Haushalte erreicht werden konnten, habe ein Teil der Bevölkerung noch keine Kenntnis von den Plänen. Von den Befragten hätten rund 80 Prozent unterschrieben. Der Wunsch nach einer kleineren, besser angepassten Lösung sei deutlich spürbar.
Nun richtet sich der Blick auf den Gemeinderat, der die dokumentierten Widersprüche bewerten muss. Möglich erscheint auch eine Einschaltung der kommunalen Rechtsaufsicht. Die Initiative hofft auf eine Planung, die den tatsächlichen Bedarf trifft und dem Ort ein zeitgemäßes, angemessenes Rathaus sichert.
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