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Jubiläum zwischen Erinnerung und Gemeinschaft
75 Jahre Friedhof Oberasbach

Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch, Alexandra Wieland, Gemeindereferentin St. Johannes, und Pfarrer Thomas Meister von St. Stephanus (v.l.) mit Edith Klein, ehemalige Vorsitzende des Oberasbacher Heimatvereins, die nach den Ansprachen die Friedhofsglocke läutete. | Foto: Stadt Oberasbach
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  • Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch, Alexandra Wieland, Gemeindereferentin St. Johannes, und Pfarrer Thomas Meister von St. Stephanus (v.l.) mit Edith Klein, ehemalige Vorsitzende des Oberasbacher Heimatvereins, die nach den Ansprachen die Friedhofsglocke läutete.
  • Foto: Stadt Oberasbach
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

OBERASBACH (pm/ak) – Rund 60 Gäste kamen am 22. Juli zur Feier „75 Jahre Friedhof Oberasbach“ – und viele beschrieben den Nachmittag als würdevoll, berührend und überraschend lebendig. In der Aussegnungshalle erinnerte Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch daran, dass der Friedhof seit seiner Weihe im Jahr 1951 weit mehr sei als ein Ort der Bestattung. Er sprach von einem Raum der Erinnerung und der Begegnung, der durch die Arbeit vieler Beteiligter über Jahrzehnte gepflegt und weiterentwickelt wurde.

Pfarrer Thomas Meister von St. Stephanus hob die besondere Atmosphäre des Geländes hervor, das mit seinem alten Baumbestand und der Nähe zum Hainberg fast parkartig wirke. Er erinnerte auch an die Zeit der energetischen Sanierung 2017, als Trauerfeiern vorübergehend in St. Stephanus stattfanden. Gemeindereferentin Alexandra Wieland bat anschließend um Gottes Segen für alle, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben und für jene, die den Friedhof als Ort der Stille aufsuchen.

Für einen heiteren Moment sorgte Edith Klein, ehemalige Vorsitzende des Heimatvereins, die sich als „Stimme der Friedhofsglocke“ vorstellte. Sie erzählte die Geschichte der fis‑Glocke, die seit 1924 in St. Lorenz läutete und ab 1951 auf dem neuen Friedhof Beerdigungen begleitete. Jahrzehntelang stand sie unbeachtet in einer Ecke, bis sie 2020 ein neues Gestell und einen Platz neben dem Kriegsopfer-Mahnmal erhielt. Zum Jubiläum erklang sie erneut, begleitet vom Posaunenchor Oberasbach.

Am Nachmittag führten Angela Weisel vom Standesamt und Friedhofsmitarbeiter Marian Greulich durch die Anlage. Die Rundgänge zeigten die Vielfalt der Bestattungsformen – von der anonymen Urnenwiese über den Verabschiedungsraum bis zur 2019 angelegten Urnenwiese am künstlichen Bachlauf. Auch die Baumbestattung und die beliebten Urnenstelen wurden vorgestellt. Viele Nischen seien inzwischen vergeben, erklärte Weisel, man prüfe daher einen zusätzlichen Standort im alten Friedhofsteil.

Zum Ausklang lud das Kulturamt ins liebevoll dekorierte Pop‑up‑Café im Atrium ein. Bei Kaffee und Kuchen wurden Erinnerungen geteilt, darunter die Anekdote der ersten Beerdigung im November 1950, die noch vor der offiziellen Weihe stattfand. Ein Nachmittag, der zeigte, wie eng in Oberasbach Erinnerungskultur und lebendige Gemeinschaft miteinander verbunden sind.

Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch, Alexandra Wieland, Gemeindereferentin St. Johannes, und Pfarrer Thomas Meister von St. Stephanus (v.l.) mit Edith Klein, ehemalige Vorsitzende des Oberasbacher Heimatvereins, die nach den Ansprachen die Friedhofsglocke läutete. | Foto: Stadt Oberasbach
Start bei der anonymen Urnenwiese im Atrium: Oberasbachs Standesamt-Chefin Angela Weisel (rechts, mit weißer Jeansjacke) führte bei der Jubiläumsfeier eine von zwei Gruppen über den städtischen Friedhof. | Foto: Stadt Oberasbach
Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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