Pflegezentrum im Pinderpark
AWO schafft 157 Plätze und investiert langfristig
- (v.l.n.r.) Vorstand der ERL Immobiliengruppe Wolfgang Haider, 1. Bürgermeister der Stadt Zirndorf Marcus Spath, Landrat Bernd Obst und der Vorstand der AWO Fürth-Land Jörg Lehnberger.
- Foto: Landratsamt Fürth.
- hochgeladen von Arthur Kreklau
ZIRNDORF (pm/ak) – Im Zirndorfer Pinderpark wächst derzeit eines der größten Pflegeprojekte des AWO-Kreisverbands Fürth-Land. Bis zum Frühjahr 2028 entsteht dort ein neues Pflegezentrum mit insgesamt 157 Plätzen, ergänzt durch Tagespflege, mobile Dienste und verschiedene Betreuungsangebote. Landrat Bernd Obst und Zirndorfs Erster Bürgermeister Marcus Spath informierten sich bei einer Betriebsbesichtigung über den Fortschritt der Arbeiten und die Pläne des Wohlfahrtsverbandes.
Bereits fertiggestellt und teilweise bezogen ist das Gebäude für Betreutes Wohnen. Der Rohbau des Pflegeheims zeigt, wie die AWO künftig unterschiedliche Pflegeformen unter einem Dach bündeln will: stationäre Betreuung für Menschen mit dauerhaftem Bedarf, Tagespflege zur Entlastung von Angehörigen und mobile Dienste für die Versorgung zu Hause. Für den Landkreis bedeutet das einen weiteren Ausbau der Pflegeinfrastruktur, die schon heute Einrichtungen in Zirndorf und Oberasbach sowie ambulante Angebote umfasst.
Obst sprach von einer zentralen Aufgabe der kommenden Jahre. Eine verlässliche Versorgung müsse wohnortnah möglich bleiben. Auch Spath sieht im Pinderpark einen wachsenden Standort für altersgerechtes Wohnen. Die Investition stärke Zirndorf und schaffe zugleich neue Arbeitsplätze.
Der Kreisverband beschäftigt derzeit rund 380 Mitarbeitende in Pflege, Betreuung, Pädagogik, Beratung, Hauswirtschaft und Verwaltung. Mit der Inbetriebnahme des neuen Hauses steigt der Personalbedarf weiter. Gesucht werden vor allem Pflegefach- und Hilfskräfte sowie Betreuungspersonal. Um im Wettbewerb um Fachkräfte zu bestehen, bietet die AWO insgesamt 45 Mitarbeiterwohnungen mit Größen zwischen etwa 25 und 70 Quadratmetern an. Sie sollen neuen Beschäftigten den Einstieg in der Region erleichtern. Zudem setzt der Verband auf Ausbildung, Fortbildung und Entwicklungsmöglichkeiten – auch für Quereinsteiger.
Beim Neubau spielt die Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Das Gebäude soll den KfW‑40‑Standard nach dem Qualitätssiegel „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ erfüllen. Auf den Dachflächen ist eine große Photovoltaikanlage vorgesehen, ergänzt durch einen Stromspeicher, der die Nutzung des selbst erzeugten Stroms maximieren soll. Entwickelt wird das Projekt gemeinsam mit ERL BAU.
AWO-Vorstand Jörg Lehnberger betonte bei dem Termin die Bedeutung langfristiger Investitionen. Pflege sei eine Zukunftsaufgabe, die vor allem von den Menschen getragen werde, die in diesem Bereich arbeiten.
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