Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan
Erlebnisweg Wallensteins Lager nimmt Gestalt an

Birgit Huber ( Erste Bürgermeisterin Oberasbach), Thomas Zwingel (Erster Bürgermeister Zirndorf, li.) und Kurt Krömer (Erster Bürgermeister Stein) machten sich vor Ort ein Bild von einer der ersten aufgestellten Tafeln.
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  • Birgit Huber ( Erste Bürgermeisterin Oberasbach), Thomas Zwingel (Erster Bürgermeister Zirndorf, li.) und Kurt Krömer (Erster Bürgermeister Stein) machten sich vor Ort ein Bild von einer der ersten aufgestellten Tafeln.
  • Foto: Stadt Stein
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LANDKREIS FÜRTH (pm/ak) - 500 kg wiegt eine Audio-Kurbel-Stele am Erlebnisweg Wallensteins Lager, die fest in einem Fundament verankert wird. Für deren Einbau ist schweres Gerät notwendig, wie man am Häsigweg, direkt am renaturierten Kreuzbach in Oberasbach beobachten konnte.

Birgit Huber, Erste Bürgermeisterin, hat sich zusammen mit ihren Amtskollegen aus Zirndorf, Thomas Zwingel, und Stein, Kurt Krömer, selbst vom Fortschritt der Bauarbeiten überzeugt. „Es ist schön zu sehen, wie eine Idee nun Realität wird“, freut sich Birgit Huber, „in den nächsten Wochen werde ich noch einmal herkommen und mir in Ruhe anhören, was die Marketenderfrau zu berichten hat.“ Denn wie an fünf weiteren Stellen entlang des Weges kann man an der Station, die sich dem Thema „Leid der Bevölkerung“ widmet, nicht nur über Wallensteins Lager lesen, sondern auch zuhören. Dazu gibt es Kurbeln, die – von Hand gedreht – die Energie für das Abspielen von Tonaufnahmen liefern. Auf einer integrierten Bank sitzend können Interessierte unterschiedlichen Geschichten lauschen.
Neben der Marketenderfrau kommen auch ein Trossbube und ein Musketier zu Wort oder ein Erzähler berichtet aus der Vergangenheit. „Der Erlebnisweg wird sehr lebendig und abwechslungsreich“, ist Thomas Zwingel begeistert. „In diesem Frühjahr kann er außerdem für alle ein Stück Kultur, Geschichte und Erlebnis bieten, die schon so lange zu Hause bleiben. Und das ganz Corona-konform, denn man bewegt sich ja an der frischen Luft.“
Die Pandemie hat zwar die Pläne für ein großes Fest zur Eröffnung zu Nichte gemacht, alle anderen Arbeiten sind aber im Zeitplan geblieben. In Zirndorf, Oberasbach und Stein sind bereits die Bodenmarkierungen – runde Scheiben mit interessanten Fakten zu Wallensteins Lager – angebracht.
Die knapp 80 Markierungen sollen Fußgänger neugierig auf das Thema und den Erlebnisweg machen. Hier erfährt man z. B., dass 13.000 Bäume gefällt werden mussten, um die Befestigungsanlagen zu errichten oder, dass sich bis zu 80.000 Menschen im Lager aufgehalten haben. „Es sind schon viele Bürger bei uns am Rathaus stehen geblieben und haben erkundet, was es hier Neues gibt“, erzählt Kurt Krömer von seinen Begegnungen in Stein. „Im Laufe dieser Woche kommen nach und nach 28 interaktiven Stelen dazu. Dann gibt es noch mehr zu sehen, wie zum Beispiel ein Puzzle oder Drehscheiben mit kleinen Bildern. An einer der Stelen kann jeder selbst testen, wie schwer die Piken waren“, verrät Krömer vorab.
Damit wird die Grundidee deutlich: das Wissen rund um Wallensteins Lager soll unterhaltsam vermittelt und interaktiv erlebbar gemacht werden. Doch bei allem Unterhaltungswert, den der Erlebnisweg für Spaziergänger und Wanderer bieten wird, war es dem Kuratorium wichtig, die dramatischen Folgen der Auseinandersetzungen im Dreißigjährigen Krieg fundiert und angemessen zu beleuchten. Dass dies ganz gut gelungen sei, bestätigen die Bürgermeister der drei Kommunen beim Aufbau der Station, die sich mit dem „Leid der Bevölkerung“ auseinandersetzt. Die Stelen aus Cortenstahl mit den grafisch gestalteten Informationstafeln seien zudem ein Blickfang und passen gut in die Umgebung, zeigten sich die Bürgermeister vor Ort zufrieden mit der Umsetzung.
Während die Projektkonzeption vom Büro Impuls-Design aus Erlangen erfolgte, werden die Bauarbeiten vor Ort von der hochkant GmbH aus dem Allgäu durchgeführt. Beide Unternehmen hatten nach den jeweiligen Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erhalten. Bisher konnten die Arbeiten reibungslos und ohne Zeitverzug durchgeführt werden, sodass einer Eröffnung Ende März nichts im Wege steht. Dann wird auch die begleitende App kostenlos in den entsprechenden Stores verfügbar sein und alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, den Erlebnisweg zu erkunden.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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