Graffiti statt Grauschleier
Jugendliche gestalten Parkhaus neu
- Steins Erster Bürgermeister Kurt Krömer spendierte dem fleißigen Team noch eine Runde Eis.
- Foto: Stadt Stein
- hochgeladen von Arthur Kreklau
STADT STEIN (pm/ak) – Wo einst graue Wände von Schmierereien und Vandalismus gezeichnet waren, leuchten nun Roboter, Fabelwesen und Fußballszenen in kräftigen Farben. Am 20. und 21. September hat das Jugendhaus Stein im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Einfach fantastisch – Bücher und Medien für Kinder und Jugendliche“ das Parkhaus am Feuerweg in ein lebendiges Kunstwerk verwandelt.
Die Idee zur Umgestaltung entstand im Kulturamt unter Leitung von Kathrin Kallert und wurde gemeinsam mit Andreas Türck von der KBS Stein und dem Jugendhaus Stein weiterentwickelt. Ziel war es, einen Ort der Begegnung und Kreativität zu schaffen – und gleichzeitig ein Zeichen gegen Vandalismus zu setzen.
Unter der künstlerischen Leitung von Chris Walter, bekannt unter dem Namen @walterwerkdesign, entwarfen Jugendliche eigene Motive und brachten sie mit Spraydosen auf die Wände. Unterstützt vom pädagogischen Team des Jugendhauses entstanden fantasievolle Bilderwelten, die den öffentlichen Raum neu definieren. Sechs junge Künstlerinnen und Künstler – Julian Raux, Melinda Sommer, Joshua Martini, Emilia Martini, Julian Porley und Lukas Porley – prägten das Projekt maßgeblich. Auch weitere Besucherinnen und Besucher des Offenen Treffs beteiligten sich spontan und sammelten erste Erfahrungen mit der Spraydose.
Ein besonderer Moment war der Besuch des Bürgermeisters am Samstag. Er nahm sich Zeit, den kreativen Prozess persönlich zu verfolgen – und sorgte mit einer spontanen Eisrunde von der Eisdiele Eddy für strahlende Gesichter bei den Beteiligten.
Die Aktion wurde durch die Unterstützung der Parkhausbesitzer, der Kommunalen Jugendarbeit und des Landkreises Fürth ermöglicht. Ein Dank gilt auch Chris Walter für die künstlerische Begleitung und vor allem den Jugendlichen, die mit ihrem Engagement gezeigt haben, wie aus einem tristen Ort ein farbenfrohes Gemeinschaftsprojekt entstehen kann. Das Parkhaus am Feuerweg ist nun nicht nur funktional, sondern auch ein Ausdruck jugendlicher Fantasie und städtischer Mitgestaltung.
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