Jubiläum des Oberasbacher Quartiersmanagements
Zehn Jahre voller Herzensprojekte

Renate Schwarz (mit Blumen) umrahmt von Dorothea Eichhorn, Leitung Diakonische Sozialarbeit, Oberasbachs Erster Bürgermeisterin Birgit Huber, Diakonie-Vorstand Stephan Butt, Ehemann Norbert Schwarz und stellv. Landrat Franz X. Forman (v.l.) | Foto: © Stadt Oberasbach
  • Renate Schwarz (mit Blumen) umrahmt von Dorothea Eichhorn, Leitung Diakonische Sozialarbeit, Oberasbachs Erster Bürgermeisterin Birgit Huber, Diakonie-Vorstand Stephan Butt, Ehemann Norbert Schwarz und stellv. Landrat Franz X. Forman (v.l.)
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OBERASBACH (pm/ak) – Am 15. Juni 2015 ging das Quartiersmanagement Oberasbach der Diakonie Fürth unter dem Motto „Älter werden – wohnen bleiben in Oberasbach“ an den Start. Mit offenen Ohren, hervorragenden und innovativen Ideen, unermüdlichem Einsatz und viel Herz hat Renate Schwarz in den letzten zehn Jahren unglaublich viel bewegt und ihr „Quartier” mit einem gewachsenen Netzwerk an Ehrenamtlichen weiterentwickelt. Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, die jüngst im Treffpunkt Alte Post gefeiert wurde.

Sachkundige Beratung zu Senioren-Themen, Taschengeldbörse mit Handy-ABC, Repair Café, Veranstaltungen zum Thema Demenz, Fahrrad-Nachbarschaftswerkstatt, Radeln ohne Alter mit den Rikschas ERIKA & HEINER, Weihnachtswunschbaum, Reisen vom Sofa aus mit Virtual Reality-Brillen u.v.m. – das sind nur einige der Angebote und Projekte von Renate Schwarz. 109 Ehrenamtliche haben sie im letzten Jahr bei ihrer Arbeit unterstützt. Die schiere Menge an Veranstaltungen, im Schnitt zwei pro Woche, beeindruckt: Allein 2024 und nur im Treffpunkt Alte Post hatte die Quartiersmanagerin über 2.600 Gäste – und das bei nur zwanzig Wochenarbeitsstunden. Dazu kommen die Organisation von Vorträgen, Teilnahme an Arbeitskreisen und Besprechungen auf kommunaler und auf Landkreisebene. Zusätzlich bringt sich die zweifache Mutter auch in fast alle größeren städtischen Veranstaltungen ein, z.B. mit Infoständen. Viele Projekte der 58-Jährigen machen Schule in anderen Kommunen und stoßen oft auch auf großes Medieninteresse, etwa beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Auszeichnungen haben die Quartiersmanagement-Projekte in der letzten Dekade erhalten, wie den Seniorenpreis des Fürther Rotary-Clubs.

Jubiläumsfeier im Treffpunkt Alte Post

Bei einer Feierstunde am 18. Juli im Treffpunkt Alte Post war Gelegenheit, u.a. mit Erster Bürgermeisterin Birgit Huber, stellv. Landrat Franz X. Forman und Diakonie-Vorstand Stephan Butt auf die vielen generationenübergreifenden, gemeinschaftsstiftenden Projekte zurückzublicken und dabei auf das Erreichte und die Zukunft anzustoßen. „Oberasbach ist mein Herzensprojekt. Ich konnte nur hier so erfolgreich werden. Denn hier kann man gestalten, Neues wird angenommen und von so vielen Seiten unterstützt. Auch die Verwaltung verbindet sich nach wie vor mit meiner Arbeit. Ich bin allen Partnern in meinem Netzwerk sehr dankbar und sehr froh, dass ich das hier machen darf,“ kommentiert Renate Schwarz. „Ausgangspunkt für die Schaffung des Quartiersmanagements war für die Stadt das 2012 entwickelte seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises. Wir wollten es den Menschen ermöglichen, mit oft nur kleinen Hilfen möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Und einfach eine Kontaktperson für Beratung zu Seniorenbelangen etablieren“, erinnert sich Birgit Huber. „Renate war ein absoluter Glücksgriff. Ich hätte mir nie träumen lassen, was sie auf dieser Basis alles bewerkstelligen würde. Sie lebt das Motto unserer Stadt ‚Oberasbach verbindet‘ und entwickelt daraus immer wieder neue großartige Ideen. Oberasbach wäre ein ganzes Stück weniger lebenswert ohne sie!“

Viele Angebote zum Thema Demenz

Besonders wichtig sind der gelernten Krankenschwester, die zusätzlich über 13 Jahre Erfahrung als Fachkraft für Gerontopsychiatrie hat, Beratung und Hilfe rund um das Thema Demenz. Sie engagiert sich zudem seit vielen Jahren privat im Arbeitskreis Demenzfreundliche Kommune der Stadt Oberasbach – das setzt sich in ihrer Quartiersarbeit fort: „Mit dem monatlichen Suppenzauber gibt es hierfür einen speziellen Termin. Jedoch sind bei allen meinen Angeboten dementiell Erkrankte und ihre Angehörigen willkommen. Das wird erfreulicherweise auch genutzt, wie etwa bei ‚Singen verbindet‘. Demenz ist immer mehr das Problem von Alleinlebenden. Hier wäre es gut, wenn sich auch Vereine, gerade Sportvereine, mit diesem Thema befassen würden, damit die Krankheit noch stärker in der Mitte unserer Gesellschaft verankert wird.“

Umfangreiche Beratungskompetenz

Großen Stellenwert haben für die Quartiersmanagerin von Anbeginn Beratungen. Schwerpunkte hat Renate Schwarz hier bei den Themen „Wohnen im Alter“, Vorsorgevollmacht/Betreuungsrecht und Maßnahmen gegen Vereinsamung. „Bei Bedarf gehe ich für eine Beratung zu den Leuten auch nach Hause. Ich habe immer noch Kontakt zu pflegenden Familien von vor zehn Jahren. Ich berate unentgeltlich und unabhängig. Außerdem unterliege ich der Schweigepflicht. Und: Die Menschen können mich, falls notwendig, auch zehnmal anrufen. Beratung ist einfach mein Steckenpferd.“

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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