50 Jahre Großgemeinde Rednitzhembach
Ein geglücktes Beispiel für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

Gruppenfoto auf der Bühne (v.l.) Herbert Eckstein, Emil Heinlein, Werner Langhans, Volker Bauer, Jürgen Spahl und Dieter Schmidt.
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  • Gruppenfoto auf der Bühne (v.l.) Herbert Eckstein, Emil Heinlein, Werner Langhans, Volker Bauer, Jürgen Spahl und Dieter Schmidt.
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REDNITZHEMBACH (vs) - Mit rund 100 geladenen Gästen ist gestern Abend die 50. Wiederkehr des Zusammenschlusses der ehemals selbstständigen Gemeinden Walpersdorf und Rednitzhembach im Gemeindezentrum gefeiert worden.

Aktuelle Corona-Infektionen waren für eine kurzfristige Änderungen bei den Grußworten verantwortlich. Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Rednitzhemach Jürgen Spahl, der Landtagsabgeordnete Volker Bauer, Schwabachs Bürgermeister Emil Heinlein, Hans Raithel (stellvertretender Bürgermeister Roth), Landrat Herbert Eckstein und Werner Langhans (Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages) waren sich einig, dass die Gebietsreform 1972 in Rednitzhembach harmonisch abgelaufen sei und für beide Gemeinden der Startschuss in eine erfolgreiche Zukunft gewesen sei. Die Initiative dazu kam übrigens von der damaligen Walpersdorfer Gemeinderätin Elisabeth Slowenski.

Interessanter Vortrag

Dass die bayernweite Landkreisreform von 1972 nicht in allen betroffenen Gemeinden für Freude gesorgt hatte, rief Historiker Dr. Markus Urban (Verein Geschichte für alle e.V.) in eindrucksvollen Zahlen und Bildern ins Gedächtnis zurück. Es gab Verweigerungen und Demonstrationen bis hin zu Polizeieinsätzen!
Der Jubiläumsabend wurde von Mitgliedern des Jugendorchesters Rednitzhembach unter Leitung von Leonhard Meisinger musikalisch gefeiert. Die Europaabgeordnete Marlene Mortler sendete via Live-Stream aus Brüssel ihre Glückwünsche. Auch für Dieter Schmidt war es ein ganz besonderer Abend. Er war der erste Bürgermeister der neuen Großgemeinde Rednitzhembach.

Interessantes & Kurioses

• Vor der Gebietsreform gab es in den Orten Walpersdorf und Rednitzhembach nur zwei geteerte Straßen.
• Obwohl die Großgemeinde mit rund 3.200 Einwohnern 1972 unter der vom Bayerischen Staat vorgesehenen 5.000-Marke war, kamen keine weiteren Eingemeindungen dazu. Auch die „Angst“ der Stadt Schwabach „einverleibt“ zu werden, erwies sich als unbegründet.
• Gemeinden, die zum 1. Juli 1971 den Antrag zur notwendigen Fusion gestellt hatte, bekamen vom Staat Schlüsselzuweisungen in Höhe von rund 600.000 Mark.
• Ermershausen im Landkreis Haßberge widersetze sich der Eingemeindung nach Maroldsweisach so konsequent, dass es 1978 sogar zu einem Polizeieinsatz kam.

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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