Mageres Unentschieden bei Holstein Kiel ++ Fürther kassieren Niederlage zum Saisonabschluss
Club muss in die Relegation!

Nürnbergs Adam Zrelak kniet enttäuscht nach dem 1:1 auf dem Rasen.
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  • Nürnbergs Adam Zrelak kniet enttäuscht nach dem 1:1 auf dem Rasen.
  • Foto: Frank Molter/dpa
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NÜRNBERG (nf/(dpa/lby) - Man hätte den Fans des 1. FCN und der Spielvereinigung Greuther Fürth einen schöneren Sonntag gewünscht. Der Club bleibt bei einem mageren Unentschieden (1:1) hängen und muss jetzt doch in die Relegation. Die Spielvereinigung Greuther Fürth verliert ihr letztes Spiel gegen den Karlsruher SC mit 1:2. 

Der 1. FCN macht seiner Enttäuschung derweil auf Twitter Luft: ,,Diese besch******* Saison geht damit leider in die Verlängerung. Am 7. und 11. Juli steht die Relegation gegen den Drittplatzierten der 3. Liga an. Für den Moment sind wir sprachlos 😭"

Der 1. FC Nürnberg wandelt nun am Abgrund zur 3. Liga. Der neunmalige deutsche Fußball-Meister stand am letzten Spieltag der 2. Bundesliga nach dem 1:1 (1:0) bei Holstein Kiel als der große Verlierer im Abstiegskampf da. Der Bundesliga-Absteiger fiel trotz einer frühen Führung durch Patrick Erras auf Platz 16 zurück, weil der Karlsruher SC am Sonntag gleichzeitig bei der SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 (1:1) gewann. Bei jeweils 37 Punkten eroberte Karlsruhe so noch den rettenden 15. Platz wegen der besseren Tordifferenz.

Der schon vor der verpassten Rettung in Kiel angezählte Trainer Jens Keller muss mit seiner Mannschaft nun zwei Alles-oder-nichts-Spiele in der Relegation bestreiten. Gegner aus der 3. Liga wäre nach aktuellen Tabellenstand am 7. und 11. Juli der FC Ingolstadt. Das Ausgleichstor für die Kieler köpfte Lion Lauberbach (67.). Die Nürnberger Profis sanken nach dem Abpfiff enttäuscht zu Boden - das große Zittern vor der 3. Liga geht in die Verlängerung.

Nur anfangs lief im Holstein-Stadion alles bestens für den «Club». Der 1,96 Meter große Erras köpfte eine Freistoßhereingabe von Johannes Geis ein. Auch der ungeliebte Nachbar Fürth lag da schon gegen den KSC vorne. «Die Mannschaft wird definitiv ein anderes Gesicht sein», hatte Coach Keller vor dem Anpiff im Sky-Interview versichert. Er hatte eine Reaktion auf das desaströse 0:6 gegen den VfB Stuttgart gefordert - und bekam sie auch anfangs von seinem Team.

Nach der FCN-Führung übernahmen die Kieler im leeren Holstein-Stadion die Spielkontrolle. FCN-Torwart Christian Mathenia verhinderte mit einer starken Abwehr gegen Lion Lauterbach den Ausgleich (18.). Ein abgefälschter Schuss von Finn Porath flog knapp am Tor vorbei. Die Endphase der ersten Hälfte dominierte dann wieder der «Club». Nikola Dovedan (38.) und Robin Hack (39.) fehlte etwas Schussglück, noch mehr war es bei Geis, dessen Freistoß an die Latte klatschte (45.).

Als Lauberbach eine Flanke zum 1:1 für Kiel einköpfte, hatte der KSC im Fernduell im Fürther Ronhof die Partie gewendet. Schützenhilfe des Nachbarn blieb aus. Die Nürnberger hatten nicht mehr die Power, um sich selbst zu retten. Die Offensivaktionen verpufften. Kiel war in der Nachspielzeit bei zwei Pfostentreffern dem Sieg sogar näher.

Die SpVgg Greuther Fürth hat dem 1. FC Nürnberg im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga nicht geholfen. Die Fürther verloren am Sonntag ihr Heimspiel mit 1:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC. Dadurch muss der fränkische Rivale 1. FC Nürnberg in die Relegation, weil er bei Holstein Kiel nur 1:1 spielte.

Nach dem perfekten Start durch das 1:0 von Daniel Keita-Ruel (2. Minute) drehten die Gäste durch Dominik Kother (21.) und Philipp Hofmann (Foulelfmeter/61.) mit erneut guter Moral das Spiel. Der KSC bejubelte damit die Rettung.

Über den Fürther Blitzstart freuten sich selbst rivalisierende Nürnberg-Fans, aber am Ende war das vergessen. Eine Flanke von Maximilian Sauer von der rechten Seite verwertete Keita-Ruel zum neunten Saisontor. Kother sorgte nach Kopfball-Vorlage von Hofmann im Anschluss an einen Eckball für den Ausgleich. Der nervenstarke Hofmann verwandelte nach dem Seitenwechsel einen Strafstoß zum Sieg. Marvin Wanitzek war zuvor von Sebastian Ernst zu Fall gebracht worden.

Einen emotionalen Nachmittag erlebte Marco Caligiuri. Für den langjährigen Fürther Kapitän war es das letzte Spiel für die Franken. Der Vertrag des 36-Jährigen war nicht verlängert worden.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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