Auftaktspiel verloren: 0:1 gegen Frankreich
Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Lief, winkte, dirigierte - kam aber zu selten ins Kombinationsspiel: Thomas Müller.
  • Lief, winkte, dirigierte - kam aber zu selten ins Kombinationsspiel: Thomas Müller.
  • Foto: Matthias Hangst/Getty Pool/AP/dpa
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MÜNCHEN (dpa) - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dem verlorenen EM-Auftaktspiel gegen Frankreich in der Einzelkritik.

Neuer: Musste immer hellwach sein. Parierte gegen Mbappé stark (17.), spielte wieder Libero (19.). Beim Eigentor von Hummels machtlos.

Ginter: Stark in den Zweikämpfen, klärte mehrmals in höchster Not. Vor dem 0:1 konnte er den Raum nicht schließen. Einer der Besseren.

Hummels: Was für ein Pech! Die Rettungsaktion (20.) misslang total. Später mit mehr Selbstbewusstsein. Glück nach Grätsche an Mbappé.

Rüdiger: Setzte seinen Körper gut ein, ließ sich von den robusten Franzosen nicht zur Seite stellen. Benzema kam so kaum zum Zug.

Kimmich: Nicht sein bester Tag. Gleich Gelb, wandelte am Rande von Rot. Auf Rechts gegen Hernandez erst Probleme. Biss sich dann rein.

Gündogan: Fleißig, unermüdlich, viel am Ball. Suchte immer wieder die Lücken für die Pässe in die Spitze, fand sie aber nicht.

Kroos: Ein echter Anführer. Giftig, erobert Bälle, rieb sich gegen den Hünen Pogba auf. Das raubte viel Kraft. Zwei schwache Freistöße.

Gosens: Arbeitet sehr viel. Bekam im ersten Turnierspiel auf dem Niveau jedoch an Grenzen. Offensiv nach der Pause stärker.

Havertz: Der Champions-League-Sieger prallte an den Blauen zu oft einfach ab. Konnte seine Stärken nicht wie erhofft einbringen.

Gnabry: Holte sich von hinten viele Bälle, zog das Tempo immer an. Auffälligster Offensivmann - verzog aus guter Position (54.).

Müller: Lief, winkte, dirigierte: Kam aber zu selten ins Kombinationsspiel. Halbe Kopfballchance (22.), dann abgeblockt (56.).

Werner: Musste sich als Joker beweisen. Kam nach seiner Einwechslung aber zu keiner Torchance. Muss sich weiter im Training anbieten.

Sané: Die letzte Viertelstunde durfte der Dribbler mitmachen. Sein achtes Länderspieltor gelang ihm nicht mehr, vergab Freistoß (88.).

Can: Die letzten drei Minuten sollte er seine Kampfkraft einsetzen. Zur Wende reichte es nicht. Er bleibt EM-Spezialkraft.

Volland: Ab der 87. Minute mit auf dem Platz. Seine Wucht sollte im Endspurt noch helfen. Zu unkonzentrierte Flanke kurz vor Schluss.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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