Publikumspreis der N-ERGIE geht an die Installation „Melting Truth"

Melanie Söllch, N-ERGIE, übergibt den mit 5.000  Euro dotierten Publikumspreis der N-ERGIE an Christine Chilcott für die Installation „Melting Truth“  (zs. mit Karl Chilcott, beide Schweden). Über einen Büchergutschein im Wert von 100 Euro freut sich Christoph Zindler, Nürnberg (v.l.).
  • Melanie Söllch, N-ERGIE, übergibt den mit 5.000 Euro dotierten Publikumspreis der N-ERGIE an Christine Chilcott für die Installation „Melting Truth“ (zs. mit Karl Chilcott, beide Schweden). Über einen Büchergutschein im Wert von 100 Euro freut sich Christoph Zindler, Nürnberg (v.l.).
  • Foto: Uwe Niklas
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NÜRNBERG (pm/dnf) - Die Blaue Nacht 2016 bot den rund 120.000 Besucherinnen und Besucher zahlreiche Highlights an über 80 Kunst- und Kulturorten in der Nürnberger Altstadt. Zwölf dieser Orte wurden von Projekten aus dem Blaue-Nacht Kunstwettbewerb bespielt, die eine Jury nach Sichtung von 145 Bewerbungen aus – beinahe – aller Welt für Die Blaue Nacht ausgewählt hat.

Diese zwölf Projekte gehörten einmal mehr zu den unbestreitbaren Attraktionen der Blauen Nacht. Eines von ihnen wählten Besucherinnen und Besucher der Blauen Nacht zum Gewinner des Publikumspreises der NERGIE 2016 war „Melting Truth“, eine Installation aus vier großen, sanft dahin schmelzenden Eisblöcken, die am Tag vor der Blauen Nacht aus dem nordschwedischen Fluss Torne herausgeschnitten wurden und ihre Reise nach Nürnberg, in die Katharinenruine angetreten haben, der Favorit der Besucherinnen und Besucher der Blauen Nacht.

Von diesem fast arktischen Eis ging eine besondere Faszination aus: Alle verspürten das Bedürfnis, es zu berühren und konnten festellen, dass es sich eigentümlich warm anfühlte. Dass es wichtig war, nicht einfach industriell hergestelltes Eis zu verwenden, zeigte sich an der Klarheit und auch an den ungleichmäßigen Bruchstellen, die bereits in der Blauen Nacht durch das Schmelzen entstanden.

Den mit 5.000 Euro dotierten Publikumspreis der N-ERGIE erhält also das Vater-Tochter-Künstler-Gespann Christine und Karl Chilcott, die – ursprünglich aus England stammend – schön seit längerer Zeit in Schweden leben.

Auf Platz 2 der Rangliste folgt das Projekt „Kleine Murmuration“ des Berliners Albrecht Fersch, der für Die Blaue Nacht ein Klavier zerlegt und die Einzelteile in der Kartäuserkirche des Germanischen Nationalmuseums platziert hatte. Die Besucher_innen der Blauen Nacht kamen der Aufforderung, mit den Einzelteilen Musik zu machen, begeistert nach.

Platz 3 belegt „Flora“ des ebenfalls aus Berlin stammenden Künstlers Philipp Artus. Auch diese Projektion blumenartiger, sich permanent bewegender Bilder im Innenhof des Alten Rathauses / Wolff’scher Bau setzte auf die Mitwirkung der Besucherinnen und Besucher.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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