Buntes Leben im Park statt militärischer Drill

Nicht zuletzt die großzügige Parkanlage macht den Südstadtpark in Fürth zu einer der besten Wohnadressen in der Region. Foto: Ebersberger
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FÜRTH (pm/web) - Der Fürther Südstadtpark gilt auch über die Stadtgrenzen hinweg als Paradebeispiel bei der Umwandlung von großen Brachflächen in Wohngebiete. Im Rahmen eines Ortstermins blickten die Stadtverantwortlichen zurück.

Knapp 400.000 Quadratmeter umfasst das Gelände der ehemaligen William-O.-Darby-Kaserne, die bis Mitte der 90er Jahre den US-Streitkräften gehörte. Gerademal zwei Jahre war Stadtbaurat Joachim Krauße im Amt, da kam 1995 mit dem Abzug der US-Armee auf ihn mit der Umwandlung eine „Jahrhundertaufgabe“ zu.
Ziemlich schnell war klar, dass das Kasernengelände mitten in der Fürther Südstadt zu einem Wohngebiet umgestaltet werden sollte. Klar war aber auch von Beginn an, dass ein großer Park (100.000 Quadratmeter) entstehen sollte und man so viel historische Bausubstanz wie möglich erhalten wollte. Für Oberbürgermeister Thomas Jung war dies im Nachhinein der Schlüssel zum Erfolg.
Zudem sei auch der Einklang zwischen denkmalgeschützen Gebäuden und neu errichteter zeitgemäßer Wohnbebauung bestens gelungen. Rund 1600 Wohnungen sind entstanden, in denen heute etwa 4.000 Menschen leben. Der Südstadtpark ist längst eine der attraktivsten Wohngegenden in der Metropolregion.
Dabei sah es anfänglich nicht unbedingt danach aus. „Es war ein schwieriger Weg“, erinnert sich Krauße. Zu Beginn der Besiedelung im Jahr 2000 hielt sich das Interesse der Investoren in Grenzen, bekräftigt der Leiter des Stadtplaungsamtes Dietmar Most Kraußes Aussage.
Erst als nach dem Abriss der nichterhaltenswerten Gebäude die Konturen des heutigen Südstadtparks sichtbar wurden, sei der Knoten geplatzt. Ein Übriges tat der städtebauliche Vertrag der Stadt mit dem Bund als Grundstückseigentümer. Planung und Bau der Infrastruktur konnte somit annähernd kostenneutral gestaltet werden, da der Bund durch Grundstücksverkäufe die Finanzierung übernahm.
Im Herbst 2004 wurde der Südstadtpark eröffnet. Neben den Wohngebäuden gehören heute zahlreiche Kindergärten, Krippen, Horte, Spielplätze, eine neue Kirche, die Musikschule, die „Grüne Halle“ und auch die Wilhelm Löhe Universität dazu.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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