Stadt sah keine Alternative
Südfriedhof: Verirrtes Wildschwein erschossen

Das etwa zweijährige Wildschwein hatte sich laut Stadt in den vergangenen zwei Wochen nahezu täglich auf dem Friedhof gezeigt. (Symbolbild) | Foto: Lino Mirgeler/dpa
  • Das etwa zweijährige Wildschwein hatte sich laut Stadt in den vergangenen zwei Wochen nahezu täglich auf dem Friedhof gezeigt. (Symbolbild)
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  • Das Tier fühlte sich offenbar auf dem Friedhof wohl. 
  • Für die Menschen stellte es nach Ansicht der Stadt aber eine Gefahr dar. 

Nürnberg (dpa) - Das Wildschwein, das sich auf den Nürnberger Südfriedhof verirrt hat, ist erschossen worden. «Nach einer sorgfältigen Risikoabwägung entschieden die Verantwortlichen, das Wildschwein zu bejagen», teilte die Stadt mit. Das Tier sei dort wiederholt tagsüber unterwegs gewesen und habe nur wenig Scheu vor Menschen gezeigt.

Das etwa zweijährige Jungtier habe sich in den vergangenen zwei Wochen nahezu täglich auf dem Friedhof gezeigt, hieß es von der Stadt. Die Verwaltung sperrte diesen zunächst, öffnete ihn aber kurz darauf wieder, damit die Menschen bei der Hitze die Blumen auf den Gräbern wässern konnten. Hinweisschilder warnten vor dem Wildschwein.

Stadt sah keine Alternative zur Jagd

Zwischenfälle mit dem Tier hatte es der Stadt zufolge nicht gegeben. Wildschweine, die ihre Scheu vor Menschen verloren hätten, könnten aber gefährlich werden, erklärte die Stadt. Zudem könnten sie verschiedene Krankheiten übertragen. Fachleute hätten Alternativen zur Jagd wie Vergrämung oder Fangen diskutiert, aber als nicht umsetzbar bewertet.

Wildschweine auf Abwegen hatten zuletzt wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Anfang Juni hatte ein Borstentier in Nürnberg mehrere Gärten verwüstet und eine Frau verletzt. Im März war ein Wildschwein in ein Einkaufszentrum in Berlin eingedrungen und konnte erst nach Stunden von der Polizei nach draußen getrieben werden.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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