Obwohl Zahlen leicht zurückgehen
Generell hohe Bereitschaft zu Organspenden

Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen.
Foto: Soeren Stache/dpa
  • Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen.
    Foto: Soeren Stache/dpa
  • hochgeladen von Uwe Müller

BERLIN (dpa/mue) - Die grundsätzliche Zustimmung zu Organspenden in Deutschland ist einer Umfrage zufolge weiterhin hoch – ihre konkrete Bereitschaft dazu erklärt haben jedoch insgesamt weniger Bundesbürger.


Das Thema generell «eher positiv» sehen 86 Prozent der Befragten, wie die Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ergab. Einen ausgefüllten Organspendeausweis haben demnach nach eigenen Angaben 41 Prozent. Jetzt greifen gesetzliche Neuregelungen mit dem Ziel, dass mehr Menschen konkret über eine Spende nach dem Tod entscheiden; der geplante Start eines neuen Bürger-Registers, in dem man eigene Erklärungen speichern kann, verzögert sich Angaben zufolge aber.



Bei den Einstellungen zu Organspenden gibt es der Umfrage zufolge auch Unterschiede je nach Alter – tendenziell stehen demnach mehr Jüngere dem Thema «eher positiv» gegenüber. Selbst einen ausgefüllten Organspendeausweis haben nach eigenen Angaben 49 Prozent der 18- bis 39-Jährigen, bei Menschen ab 60 Jahren sind es 32 Prozent. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 1.000 Menschen ab 18 Jahren vom 30. November bis 15. Dezember telefonisch vom Institut Forsa befragt.
 TK-Vorstandschef Jens Baas sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Entscheidung für oder gegen eine Organspende sei sehr persönlich. Es sei wichtig, dass sich jede und jeder über das Thema informiere und eine individuelle Entscheidung dann auch dokumentiere – etwa auf Organspendeausweisen oder perspektivisch in einem Online-Register.



Der ursprünglich vorgesehene Start des Registers zum 1. März wird nicht erreicht, wie das Bundesgesundheitsministerium bereits mitgeteilt hatte. Den Betrieb aufnehmen soll es nun frühestens Ende des Jahres. Hintergrund sei, in der Corona-Pandemie eine weitere Belastung der Kliniken durch technisch-organisatorische Vorarbeiten, die mit ihrer Anbindung ans Register einhergehen würden, vermeiden zu wollen. Das Register ist Kernelement einer Reform, die der Bundestag 2020 beschlossen hatte.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.