Corona-Maßnahmen
Rufe nach „Exit-Strategie“ werden lauter

Symbolfoto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
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BERLIN (dpa/mue) - Trotz weiter steigender Corona-Infektionszahlen werden in der Politik die Rufe nach einem Konzept für eine Rücknahme von Beschränkungen immer lauter.


Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sagte dem «Spiegel»: «Wir haben die Omikron-Welle zwar noch nicht hinter uns, aber wir müssen schon jetzt konkret daran arbeiten, wann und unter welchen Bedingungen es zu schrittweisen Öffnungen kommen kann.» Die nächste Bund-Länder-Runde im Februar sollte sich damit beschäftigen. 
Man brauche wirksamen Gesundheitsschutz, so Lindner. «Die ansteckende Omikron-Variante stellt eine Herausforderung dar. Für uns Liberale gilt aber, dass Einschränkungen der Freiheit nur insoweit vertretbar sind, wie es die Lage erfordert.»


SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagte der Deutschen Presse-Agentur, bei den Beratungen von Bund und Ländern sei richtigerweise eine notwendige Öffnungsperspektive bereits in Aussicht gestellt worden. «Bund und Länder sind hier gemeinsam gefordert. Dabei ist frühzeitig unter Einbeziehung des Expertenrates der Bundesregierung zu beraten, welche Branchen und Bereiche zuerst hierunter fallen können.»

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Sepp Müller (CDU)
sagte der dpa: «Die Omikron-Wand wird in den nächsten 14 Tagen ihren Höchststand erreichen. Diese Zeit müssen alle Beteiligten nutzen, um mit Augenmaß Öffnungsschritte zu skizzieren.» Solche Schritte müssten insbesondere im Kinder- und Jugendbereich sowie im Sport- und Kulturbereich vorbereitet werden. «Der Vorlauf für Gastronomie und Veranstaltung beläuft sich meines Erachtens auf vier Wochen.» Hier erwarte er Vorschläge aus dem Expertenrat – Müller nannte unter anderem die Frage, ob eine Rückkehr zu 3G möglich sei, also Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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