Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart gibt der DB grünes Licht
Bahnhof Pegnitz wird barrierefrei ausgebaut

PEGNITZ (pm/rr) – Die Planungen für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs im oberfränkischen Pegnitz durch die Bahn können beginnen. „Dass dieses wichtige Projekt jetzt in den Startlöchern steht, freut mich sehr. Wir haben der Bahn grünes Licht für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn gegeben“, verkündete Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart. Der Freistaat Bayern finanziert die Planungen des Ausbaus auf freiwilliger Basis und investiert hierfür rund 700.000 Euro. Insgesamt rechnet die DB aktuell mit einem Gesamtinvestitionsbedarf von rund neun Millionen Euro für diesen Bahnhofsausbau.

Der Bahnhof in Pegnitz an der Franken-Sachsen-Magistrale gehört mit rund 4.200 Ein- und Aussteigern pro Tag zu den meistfrequentierten Bahnstationen in Oberfranken. Reichhart ist es deshalb ein wichtiges Anliegen, ihn allen Bürgern möglichst ohne Barrieren zugänglich zu machen: „Wenn wir wollen, dass insbesondere im ländlichen Raum mehr Menschen auf die Schiene umsteigen, müssen wir ein attraktives Angebot für alle Bevölkerungsgruppen schaffen. Barrierefreie Zugänge sind dafür essentiell. Auch mit Gepäck, Kinderwagen oder Rollator muss es möglich sein, die Bahn als Alternative zum Auto nutzen zu können.“

Mit dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn ist es für die DB möglich, mit den ersten Planungen für den barrierefreien Ausbau zu beginnen noch ehe der Planungsvertrag zwischen DB und Freistaat gezeichnet ist. Derzeit laufen hierzu die Vertragsverhandlungen zwischen beiden Parteien. Ziel ist es, den Vertrag spätestens im ersten Quartal 2020 zu unterschreiben. Die Planungen für den Bahnhof Pegnitz gehören zu den zwölf Projekten, die Bestandteil des Bayern-Paket II sind, mit dem der Freistaat sein freiwilliges finanzielles Engagement für Barrierefreiheit im Bahnland Bayern fortsetzt.

Besonders wichtig ist dabei für Verkehrsminister Reichhart, dass der für den barrierefreien Ausbau eigentlich zuständige Bund die Finanzierung des Baus im unmittelbaren Anschluss an die Planungen ermöglicht: „Damit der barrierefreie Ausbau vorangeht, finanzieren wir die Planungen bis zur Baurechtserlangung auf freiwilliger Basis. Für die bauliche Umsetzung brauchen wir aber die feste finanzielle Zusage vom Bund.“ Der Minister setzt dabei insbesondere auf das im Koalitionsvertrag auf Bundesebene angekündigte zusätzliche Barrierefreiheitsprogramm.

Autor:

Roland Rosenbauer aus Forchheim

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