,,Nürnberg ist mehr wert“

OB-Kandidat Sebastian Brehm präsentiert vor dem Nürnberger Rathaus seine Kampagne ,,Nürnberg ist mehr wert". (Foto: J.R. Braun)
 
Am 16. März will Sebastian Brehm (CSU, im Bild) gegen Amtsinhaber Dr. Ulrich Maly (SPD) antreten. (Foto: J.R. Braun)

Interview mit dem Oberbürgermeister-Kandidaten Sebastian Brehm (CSU)

von John R.Braun/Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG - ,,Nürnberg verdient eine neue Zukunft – Nürnberg ist mehr wert!“ - so sieht das jedenfalls Sebastian Brehm (CSU). Diese neue Zukunft möchte er Nürnberg gerne geben. Oberbürgermeister-Kandidat Sebastian Brehm stellt sich am 16. März gegen den Amtsinhaber Dr. Ulrich Maly.

Herr Brehm, Ihr Slogan lautet ,,Nürnberg ist mehr wert“ Was steckt dahinter?

Sebastian Brehm: ,,Nürnberg ist mehr wert“ bedeutet für jeden ein Stück weit was anderes. Für den einen sind es z.B. mehr Hortplätze, die Nürnberg mehr wert machen würden, für den anderen sind es mehr Parkplätze in der Innenstadt. Für mich steckt dahinter, vieles in unserer Stadt endlich anzugehen - mehr für Nürnberg zu tun. Besser machen, was andere bisher auf die lange Bank schieben. Es müssen dringend einige Entscheidungen für unsere Stadt getroffen werden. Nehmen sie zum Beispiel die Flughafenanbindung oder neuer Wohnraum, der knapp in Nürnberg wird. Oder die vielen verkehrspolitischen Entscheidungen der letzten Jahre, die unsere Stadt mehr belasten als nützen. Diese Dinge will ich angehen.“

Was sind die dringendsten Themen, die Sie sofort anpacken werden?

Sebastian Brehm: ,,Wir haben ganz bewusst ein Programm vorgelegt, das auf die ganze Stadtratsperiode von 6 Jahren zielt. Trotzdem gibt es einiges, was wir sofort umsetzen können. Gerade im Bereich Verkehr: Grüne Welle auf den Hauptverkehrsachsen zum Beispiel. Das ist nur eine Frage der Programmierung des Verkehrsrechners. Man muss nur wollen, dass z.B. am Ring freie Fahrt herrscht. Oder eine Entscheidung gegen Tempo 30 in der ganzen Stadt. In den Wohngebieten und vor Schulen ist Tempo 30 wichtig und gut. Aber eine schleichende Einführung auch auf Hauptstraßen? Das ist mit uns nicht zu machen."

Was sind die großen Brocken im Programm?

Sebastian Brehm: ,,Bildung, Wohnen, Sauberkeit - um drei zu nennen. Schulen müssen dringend saniert oder gänzlich neu gebaut werden. Allein 500 Millionen Euro müssen in den kommenden Jahren in Schulbauten gesteckt werden. Bertold-Brecht, Schulzentrum Südwest und einige mehr. Wir wollen in den kommenden 6 Jahren 15.000 neue Wohnungen in Nürnberg schaffen. Wohnraum zu bauen ist die allerbeste Maßnahme gegen steigende Mieten! Flächen müssen schnell zur Verfügung gestellt, erschlossen und entwickelt werden. Das darf keine Jahre dauern, bis man Entscheidungen getroffen hat - wie z.B. bei der Brunecker Straße.
Und schließlich das auf den Bürgerversammlungen meistgenannte Thema: Die Sauberkeit in den Stadtteilen. Wir wollen mit einem kommunalen Ordnungsdienst endlich durchgreifen statt wegzusehen. Es kann nicht sein, dass einige wenige, die sich nicht an Regeln halten, die Stadt ungestraft verdrecken. Sicherheit ist ganz klar Aufgabe unserer Polizei - ohne Frage. Aber Sauberkeit und Ordnung - da kann und muss die Stadt selber ran. Sie hat das Recht und Pflicht darauf zu achten, dass Verordnungen eingehalten werden die sie selbst erlassen hat.“

Gibt es finanzielle Hilfe für die Projekte?

Sebastian Brehm: ,,Wir bekommen bereits jetzt große Unterstützung vom Freistaat. Denken Sie an den Frankenschnellweg. Finanzminister Dr. Söder hat es möglich gemacht, dass knapp 400 Millionen Euro nach Nürnberg fließen um dieses Projekt endlich zu bauen. Glauben Sie mir, mit der CSU an der Stadtspitze würde hier mit mehr Begeisterung an einer schnellen Umsetzung gearbeitet werden. Beim Konzertsaal gibt es auch schon positive Signale aus München. Eine Entscheidung die schnell getroffen werden muss.“

Wie kommt der Bürger an Sie ran, wie kann er seine eigenen Ideen einbringen?

Sebastian Brehm: ,,Wir haben im Internet auf www.nuernberg-ist-mehr-wert.de eine Plattform geschaffen, um seine ganz persönliche Mehrwert-Idee loszuwerden. Vieles vom bisher genannten konnten wir schon für unser Programm nutzen. Aber das heißt nicht, dass jetzt Schluss ist mit der Plattform. Wir wollen das weiter nutzen, um Ideen und Anregungen für unsere Politik zu bekommen - auch nach der Wahl.“
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