Sicherheit am Christkindlesmarkt: Polizei setzt erstmals technische Sperren ein

Die Sicherheitskräfte haben ihr Konzept für den Christkindlesmarkt verfeinert. Im Gedränge sollten Besucher die Tipps der Polizei zum Schutz vor Taschendieben beachten. (Foto: Nicole Fuchsbauer)

NÜRNBERG (nf/ots) - Am kommenden Freitag (1. Dezember 2017) eröffnet das Nürnberger Christkind mit dem Prolog den berühmten Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt. Wie in den zurückliegenden Jahren werden bis zum Heiligen Abend über zwei Millionen Besucher aus der ganzen Welt erwartet. Allein am Eröffnungstag wird mit bis zu 20.000 Besuchern gerechnet. Doch wie ist es um die Sicherheit bestellt?

Durch die Bedrohungslage aus dem Bereich der politisch motivierten Kriminalität ist auch im Jahr 2017 den Weihnachtsmärkten in Deutschland eine unveränderte Gefährdungsrelevanz beizumessen. Die Sicherheitslage in der Bundesrepublik ist nach wie vor maßgeblich von einer hohen abstrakten Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus geprägt, so die Polizei Mittelfranken. Den Sicherheitsbehörden liegen auch weiterhin keine Erkenntnisse im Hinblick auf eine konkrete Gefährdung des Nürnberger Christkindlesmarktes vor.

Gleichwohl wird die Nürnberger Polizei mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei - auch zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls - eine deutlich hohe Präsenz mit uniformierten und zivilen Einsatzkräften am Christkindlesmarkt, in der Fußgängerzone, im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs und an den Zugängen zum Christkindlesmarkt zeigen. Zur Sicherheit aller muss stichprobenartig auch mit Taschenkontrollen gerechnet werden. Sichtbar abgestellte Polizeifahrzeuge dienen als Sicherheitssperre. Zusätzlich werden rund um den Christkindlesmarkt erstmals technische Sperren eingesetzt.

Polizei, Stadt Nürnberg und Rettungsdienste haben schon vor Jahren ein Konzept erstellt, das ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die Besucherinnen und Besucher gewährleistet. Dieses Konzept hat sich in den zurückliegenden Jahren bewährt und wird fortlaufend aktualisiert.

Die Polizei bittet alle Besucher für die Anfahrt zum Christkindlesmarkt die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Über 1.700 Parkplätze stehen an den P&R Parkplätzen (zu finden im Internet unter www.nuernbergmobil.de) zur Verfügung. Darüber hinaus zeigt rund um die Nürnberger Altstadt ein elektronisches Parkleitsystem die Aufnahmekapazität der Parkhäuser an. Diese Hinweise werden ständig aktualisiert. Mit Pkw anreisende Gäste werden gebeten, die Verkehrsmeldungen im Rundfunk und die damit verbundenen Hinweise entsprechend zu beachten.

Für Taxen steht an der Nordseite der Augustinerstraße während der Dauer des Christkindlesmarktes ein Taxiplatz zur Verfügung, der durchgehend bedient werden kann. Der reguläre Taxistandplatz an der Westseite des Hauptmarktes ist während der Marktöffnung gesperrt. In der Karlstraße ist eine zusätzliche Fläche für wartende und nachrückende Taxen ausgeschildert.

So schützen Sie sich vor Taschendieben

Die Nürnberger Polizei gibt Verhaltenstipps, wie man ohne Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, sicher und beruhigt dem Nürnberger Christkindlesmarkt einen Besuch abstatten kann: ,,Langfinger" nutzen immer wieder große Menschenansammlungen in Innenstädten, um in einem unbeobachteten Moment Geldbörsen zu entwenden.

Deshalb bittet die Polizei folgende Hinweise zu beachten:

- Handtaschen geschlossen und eng am Körper tragen
- Geld und persönliche Papiere nicht in den Rucksack packen
- Zahlungsmittel in verschließbaren Innentaschen der Kleidung aufbewahren
- Seien Sie misstrauisch, wenn Fremde Sie unbeabsichtigt anrempeln, Ihre Kleidung beschmutzen oder Sie auf der Straße bitten, Geld zu wechseln
- Sollten Sie dennoch Opfer eines Diebstahls werden, veranlassen Sie bitte sofort die Sperre Ihrer Kreditkarten und wenden Sie sich an die Polizei über den Notruf 110.

Die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte ist mit eigenen, mit Kräften des Polizeipräsidiums Mittelfranken und Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei in der Innenstadt unterwegs, um insbesondere auch ein Auge auf potenzielle Taschendiebe zu werfen. Darüber hinaus wurden der Bayerische Einzelhandelsverband und der Bayerische Gaststättenverband gebeten, seine Mitarbeiter dahingehend zu sensibilisieren, Kunden auf offene oder unbeaufsichtigt abgestellte Handtaschen aufmerksam zu machen.
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