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Aston Martin DB12 S
Der Ruf der Straße

Aston Martin DB12 S. | Foto: © Max Earey via Autoren-Union Mobilität

(aum/mue) - Es gibt Fahrzeuge, die einen lediglich unterhalten, und andere, die einen in eine andere Welt entführen. Der Aston Martin DB12 S zählt zweifellos zu Letzteren.

Er stellt mit 700 PS (515 kW) und 800 Newtonmetern Drehmoment die leistungsstärkste Variante der Baureihe dar und rückt damit in direkte Konkurrenz zu den etablierten Rivalen von Bentley, Ferrari und Porsche im Bereich der sportlichen Grand Tourer. Optisch setzt der S einige Akzente, die ihn vom Basis-DB12 abheben. Die vordere Partie wirkt durch schmalere LED-Einheiten und einen markanteren Unterspoiler, der den Luftwiderstand drückt, fokussierter. Seitlich dominieren 21-Zoll-Leichtmetallräder mit Carbon-Bremssätteln das Bild, am Heck ein ausladender Diffusor mit vier Endrohren. Die Karosserie liegt 10 Millimeter tiefer, was die sportliche Pose verstärkt, aber die Bodenfreiheit für den Alltag ausreichend belässt.

Im Interieur geht der Fokus auf bewährte Qualität: Nappaleder in diversen Nuancen, Alcantara-Applikationen und polierte Metallteile schaffen eine Atmosphäre gediegener Handwerkskunst. Der zentrale 10,25-Zoll-Monitor übernimmt Infotainment und Bedienung der Klimaanlage, umgeben von analogen Instrumenten und physischen Tasten für Fahrmodi oder Auspuffregelung. Die Sportsitze fixieren Fahrer und Beifahrer mit ihrer guten Polsterung, ideal auch für längere Ausfahrten. Der Kofferraum fasst 262 Liter – genug für Gepäck über ein Wochenende.

Unter der Haube sitzt der 4,0-Liter-V8-Biturbo als Front-Mittelmotor, der eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in 3,4 Sekunden ermöglicht, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 325 km/h. Zahlen, die durch Launch Control und eine Acht-Gang-ZF-Automatik untermauert werden. Besonders das breite Drehmomentband macht den Motor alltagstauglich: Selbst bei niedrigen Drehzahlen ist die Beschleunigung äußerst beachtlich, und bei Überlandtempo dreht er entspannt mit.

Vor allem auf kurvenreichen Bergstraßen entfaltet der DB12 S seine Stärken. Im GTModus gleitet er über Schlaglöcher hinweg und behält auch bei höherem Tempo seine Linie. Sport Plus strafft das Setup, schärft Pedalcharakteristik und Lenkung, Kurven werden mit höchster Präzision genommen.

Der stets Gänsehaut erzeugende V8-Sound bleibt im Normalbetrieb eher dezent, mit hedonistischem Gasfuß kribbelt allerdings der ganze Körper und im Tunnel wird es infernalisch. Man fährt dieses Auto nicht, man erlebt es.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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