GemüseAckerdemie
Unterricht an der frischen Luft
- Oben v. l. n. r.: Thea Götz (Direktorin der AOK in Mittel-franken), Laura Hager und Barbara Fischer (Landrats-amt), Sonja Wachtler (Schulleiterin der Mittelschule), Kai Lichtenstein-Tietze (Schulrat), Melanie Schatz (Lehrerin der Mittelschule), Fr. Eschler und Fr. Steuer (Stadt Bad Windsheim), Herr Redlingshöfer und Herr Meyer (Unter-stützung im Garten)
Unten v. l. n. r.: Jürgen Dierauff (Beirat der AOK Bayern), Philipp Flierl (Bürgermeister Bad Windsheim), Christian von Dobschütz (Landrat), Herr Finnberg (Unterstützung im Garten) - Foto: Jasmin Weber AOK Bayern
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Säen, Pflanzen und Jäten stehen an der Mittelschule in Bad Windsheim derzeit regelmäßig auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler der 5. – 10. Jahrgangsstufe nehmen am Bildungsprogramm GemüseAckerdemie teil und bewirtschaften von April bis Oktober ihr eigenes Gemüsefeld. „Ziel des Programms ist es, Kindern und Jugendlichen auf praktische und anschauliche Weise zu vermitteln, wo unsere Lebensmittel herkommen und warum gesunde Ernährung wichtig ist“, sagt Thea Götz, Direktorin der AOK in Mittelfranken, die das Programm finanziell fördert. Die Schulkinder bauen derzeit bis zu 30 verschiedene Gemüsearten an. Aktuell steht gerade die zweite Pflanzung an mit Tomate, Zucchini, Gurke, Mais und Kürbis. „Mindestens einmal in der Woche hegen und pflegen die Kinder ihr Gemüse und erfahren dabei viel über frische naturbelassene Nahrungsmittel und gesunde Ernährung“, freuen sich Sonja Wachtler, Rektorin und Melanie Schatz, Lehrerin an der Mittelschule Bad Windsheim.
Nachhaltig und praxisnah
Die Kinder lernen die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion kennen. Die Mädchen und Buben pflanzen und pflegen das Gemüse nicht nur, sondern ernten und vermarkten es auch. „Selbstverständlich sollen die Kinder von ihrer Ernte auch profitieren und so werden die Ernten im Unterricht Ernährung und Soziales verarbeitet“, so Sonja Wachtler. Die Kinder erleben damit unmittelbar, wie schmackhaft und gesund frisches Gemüse ist. Im Vorfeld wurden die Lehrerinnen und Lehrer geschult und mit umfangreichem Bildungsmaterial für den Unterricht ausgestattet. Die sogenannten 20 Bildungsbausteine vermitteln Wissen rund um das praktische Ackern und weiterführende Themen der Nachhaltigkeit. „Durch den hohen Praxisbezug und auf den Lehrplan abgestimmte Bildungsmaterialien werden das Ernährungs- und Bewegungsverhalten, aber auch die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert“, so Laura Steinbauer Mitarbeiterin des gemeinnützigen Vereins Acker e.V., der das Schulgartenprogramm entwickelt hat.
Die AOK Bayern unterstützt die GemüseAckerdemie des Sozialunternehmens Acker e.V. im zehnten Jahr und schickt bereits die 323. Schule aufs Feld. In diesem Jahr nehmen rund 7.400 Schülerinnen und Schüler in Bayern am Programm teil und kümmern sich um mehr als 10.300 m² Ackerfläche. Insgesamt haben seit 2017 bayernweit über 25.600 Kinder ihr eigenes Gemüse angebaut und um die 19.300 Quadratmeter Ackerfläche bewirtschaftet.
Autor:Jana Förth aus Bayern |
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