Gründerszene: Bayern hinter Berlin
Bundeshauptstadt verteidigt Spitzenplatz

Existenzgründer sind auf fast immer auf Startkapital angewiesen.
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  • Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild
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REGION (dpa/lby/vs) - Bayerns Gründerszene liegt finanziell weiter hinter Berlin zurück. Im ersten Halbjahr haben Start-ups im Freistaat nach einem Knick im vergangenen Jahr in Eigeninitiative zwar so viel Geld eingeworben wie noch nie, doch in Berlin fließt noch weit mehr Geld, wie am heutigen Mittwoch veröffentlichte neue Zahlen der Unternehmensberatung EY zeigen. Die bayernweit größte Summe im ersten Halbjahr floss mit 830 Millionen Euro an das Münchner Software-Unternehmen Celonis.

Demnach sammelten bayerische Start-ups von Anfang Januar bis Ende Juni in 120 Finanzierungsrunden 2,5 Milliarden Euro ein, mehr als dreimal so viel wie in der ersten Jahreshälfte 2020. Doch wie schon in den vergangenen Jahren lagen die Berliner Gründer an der Spitze, die in 263 Finanzierungsrunden 4,1 Milliarden Euro bekamen. "In diesem Jahr sehen wir ebenfalls einen Corona-Effekt, allerdings in die umgekehrte Richtung: Finanzierungsaktivitäten und -summen explodieren", erklärte EY-Partner Thomas Prüver.

Wenig Gründerinitiativen im Rest Deutschlands

Alle anderen Bundesländer spielen nur eine untergeordnete Rolle: Deutschlandweit erhielten junge Unternehmen die Rekordsumme von 7,6 Milliarden Euro, doch davon entfielen 6,6 Milliarden auf die zwei führenden Bundesländer, während die Gründer in den übrigen 14 Ländern sich mit einer Milliarde begnügen mussten. "Gerade die ganz großen Deals finden in erster Linie in Berlin und Bayern statt", stellte EY fest.
Zentrum der bayerischen Start-up-Branche ist München. Beim Wettbewerb mit anderen Bundesländern um neue Softwarefirmen ist ein Standortvorteil, dass große US-Konzerne wie Apple und Google ihre Münchner Niederlassungen ausbauen.

Auf Investoren angewiesen

Start-ups sind auf Geld von Investoren angewiesen, da sie in aller Regel anfangs keine Gewinne schreiben. Fonds und große Firmen stecken Kapital in verheißungsvolle Firmen in der Hoffnung, dass sich deren Geschäftsideen durchsetzen und ihnen üppige Profite bescheren. Start-ups gelten als wichtiger Innovationstreiber für die Wirtschaft.
Die Corona-Krise hatte die Pläne vieler Existenzgründer zunichte gemacht. 2020 wagten nach Daten der staatlichen Förderbank KfW etwa 537.000 Menschen den Sprung in Selbstständigkeit und damit gut 11 Prozent weniger als im Vorjahr.

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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