Preiserhöhung zum Jahreswechsel
Deutschlandticket wird teurer
- Das Deutschlandticket kostet ab kommendem Jahr 66,80 Euro. (Archivbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
BERLIN (dpa/ak) – Das Deutschlandticket kostet ab dem 1. Januar 2027 monatlich 66,80 Euro. Der Koordinierungsrat, in dem die Abteilungsleiter der Verkehrsministerien von Bund und Ländern sitzen, legte den neuen Preis am Mittwoch fest. Damit steigt das bundesweite Nahverkehrsabo zum vierten Mal seit seiner Einführung im Preis. Auch die vergünstigten Varianten werden teurer: Das Jobticket kostet künftig 63,46 Euro, das Semesterticket 40,08 Euro.
Rund 14,5 Millionen Menschen nutzen das Deutschlandticket derzeit. Als es 2024 startete, lag der Preis bei 48 Euro, 2025 stieg er auf 58 Euro, in diesem Jahr auf 63 Euro. Nun folgt die nächste Anpassung – erstmals nicht als Ergebnis politischer Verhandlungen, sondern auf Grundlage einer Formel. Der sogenannte Preisindex bildet die Kostenentwicklung im Nahverkehr ab, etwa bei Personal oder Energie. Je höher die Inflation, desto stärker schlägt sie auf den Ticketpreis durch. Gleichzeitig bleiben die jährlichen Ausgleichszahlungen von Bund und Ländern bei drei Milliarden Euro festgeschrieben.
Mit der neuen Berechnungsmethode soll verhindert werden, dass jedes Jahr ein Streit über die Finanzierung des Tickets ausbricht. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen sich darauf verlassen können, dass das Angebot fortbesteht. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sprach von einem Beschluss, der frühzeitig Klarheit schaffe. Die Preiserhöhung sei für manche Fahrgäste belastend, treffe aber auch die Verkehrsunternehmen, die mit steigenden Kosten zu kämpfen haben.
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